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Baumängel erkennen: So sichern Sie Ihr Eigenheim

Baumängel früh erkennen: Risse, Feuchtigkeit und technische Defekte dokumentieren und die Sanierung Ihres Hauses nach Dringlichkeit planen.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 21.09.2026
Verfasst und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Baumängel erkennen Sie an Rissen, Feuchtigkeit, Schimmel, Zugluft, ungewöhnlichen Geräuschen und Verformungen. Fotografieren Sie jede Auffälligkeit, messen Sie Abweichungen und Feuchtigkeit und notieren Sie Datum und Ort. Bewahren Sie die Belege auf, melden Sie den Schaden schriftlich und lassen Sie Ursache sowie Sanierungskosten von einem Fachbetrieb prüfen, bevor Sie selbst reparieren.

Ein Haus zeigt oft schon lange vor einem teuren Schaden seine Schwachstellen. Feine Risse, feuchte Stellen, schlecht schließende Fenster oder immer wiederkehrender Schimmel sind erste Anzeichen. Wenn Sie diese Hinweise systematisch prüfen, schützen Sie die Bausubstanz und verhindern, dass aus einem kleinen Mangel eine umfangreiche Sanierung wird.

Ein Baumangel liegt vor, wenn eine Bauleistung nicht den vereinbarten Eigenschaften, der erwarteten Funktion oder den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Nicht jede optische Abweichung ist automatisch ein Mangel. Entscheidend sind der Bauvertrag, die Nutzung des Gebäudes, die Entwicklung des Schadens und die fachliche Beurteilung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie erkennen Sie Baumängel, bevor Schäden teuer werden?
  2. Welche Schäden sollten Sie bei einer systematischen Hausinspektion prüfen?
  3. Wie dokumentieren Sie Baumängel nachvollziehbar?
  4. Wann sollten Sie einen Sachverständigen hinzuziehen?
  5. Wie schützen Sie Ihr Haus bis zur Reparatur?
  6. Wie planen Sie die Haussanierung nach Ursache und Dringlichkeit?

Wie erkennen Sie Baumängel, bevor Schäden teuer werden?

Gehen Sie bei Tageslicht zunächst einmal um das Haus herum. Prüfen Sie zuerst die Gebäudehülle und anschließend den Keller, die Wohnräume, den Dachboden und die Technikräume. Fotografieren Sie nicht nur die betroffene Stelle, sondern auch deren Umgebung. So können Sie später feststellen, ob sich der Schaden ausbreitet.

Welche Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen?

  • Risse: Diagonale, treppenförmige oder deutlich breiter werdende Risse sollten Sie besonders beachten. Prüfen Sie Wände, Decken, Böden und Fassaden sowie die Bereiche über Fenstern und Türen.
  • Feuchtigkeit: Dunkle Verfärbungen, abblätternde Farbe, aufgequollene Sockelleisten, Salzausblühungen und muffiger Geruch weisen auf Wasser oder eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hin.
  • Schimmel: Wiederkehrende Flecken an Außenwänden, in Raumecken oder hinter Möbeln zeigen, dass die Ursache der Feuchtigkeit weiterhin besteht.
  • Verformungen: Durchhängende Decken, unebene Böden, verzogene Türen oder sichtbare Veränderungen an der Dachlinie können auf Bewegungen in der Konstruktion hinweisen.
  • Zugluft: Kalte Stellen am Rand, pfeifende Fenster und unterschiedlich warme Oberflächen deuten auf undichte Anschlüsse oder eine unzureichende Dämmung hin.
  • Geräusche: Knacken, Wassergeräusche in den Wänden oder wiederkehrende Schlaggeräusche in den Leitungen können auf Probleme an der Konstruktion, der Heizung oder der Wasserinstallation hinweisen.

Achten Sie darauf, welche Anzeichen gemeinsam auftreten. Ein einzelner feiner Riss im Innenputz ist anders zu bewerten als ein Riss, der auf beiden Seiten einer Wand, an der Fassade und am Boden zu sehen ist. Feuchtigkeit an einer Kellerwand kann durch Kondensation, seitlich eindringendes Wasser, eine undichte Leitung oder eine unzureichende Außenabdichtung entstehen.

Wie unterscheiden Sie harmlose von kritischen Rissen?

Feine Risse im Putz entstehen oft durch das Schwinden von Materialien, Temperaturschwankungen oder Bewegungen zwischen verschiedenen Baustoffen. Sie bleiben meist oberflächlich und verändern sich über längere Zeit nicht. Eine verlässliche Beurteilung ist jedoch nur möglich, wenn Verlauf, Tiefe, Lage und Entwicklung gemeinsam betrachtet werden.

Prüfen Sie besonders aufmerksam, ob sich Risse schnell verändern oder an statisch wichtigen Stellen liegen. Dazu gehören Fensterecken und Türecken, Übergänge zwischen Anbauten und dem Hauptgebäude, tragende Wände und Anschlüsse an Decken.

  • Der Riss wird innerhalb weniger Wochen länger oder breiter.
  • Mehrere Risse bilden ein diagonales oder treppenförmiges Muster.
  • Türen und Fenster klemmen plötzlich oder lassen sich nicht mehr richtig schließen.
  • Der Boden weist neue Unebenheiten oder ein Gefälle auf.
  • Risse treten zusammen mit Feuchtigkeit, Knackgeräuschen oder sichtbaren Verformungen auf.

Profi-Tipp

Fotografieren Sie einen Riss immer mit einem Maßstab und einem festen Bezugspunkt. Nehmen Sie das Foto erneut aus demselben Winkel auf und notieren Sie Datum, Raum und beobachtete Veränderungen. Verschließen Sie den Riss nicht und überstreichen Sie ihn nicht, bevor Sie die Ursache geklärt haben.

Welche Schäden sollten Sie bei einer systematischen Hausinspektion prüfen?

Eine gründliche Inspektion folgt dem Weg des Wassers und der Kräfte: vom Dach über die Fassade bis zum Fundament und vom Hausanschluss bis zu jedem Wasserhahn. Gehen Sie Raum für Raum vor und markieren Sie jede Auffälligkeit auf einem Grundriss. So übersehen Sie keinen Bereich und können die Schäden später eindeutig zuordnen.

Was sollten Sie an Dach, Fassade und Grundstück prüfen?

Kontrollieren Sie Dachziegel, Anschlüsse, Dachdurchführungen, Dachrinnen und Fallrohre. Achten Sie auf verrutschte Ziegel, fehlende Befestigungen, ungewöhnlich starken Moosbewuchs, Wasserspuren unter dem Dach und feuchte Stellen am Dachüberstand.

  • Prüfen Sie die Fassade auf Risse, hohl klingende Putzstellen, abblätternde Beschichtungen und offene Fugen.
  • Untersuchen Sie die Anschlüsse an Fenstern und Türen auf Risse, undichte Dichtungen und fehlende Abdeckungen.
  • Kontrollieren Sie Sockel, Kelleraußenwände und die Übergänge zum Grundstück.
  • Achten Sie auf falsches Gefälle, stehendes Wasser und aufgeweichte Stellen in Hausnähe.
  • Prüfen Sie, ob Regenwasser ordnungsgemäß vom Gebäude weggeleitet wird.

Verstopfte oder beschädigte Leitungen leiten Wasser oft an Stellen, an denen Sie die eigentliche Ursache nicht sofort vermuten. Prüfen Sie bei feuchten Kellerwänden, überlaufenden Dachrinnen oder Gerüchen aus Bodenabläufen auch das Abwassersystem des Hauses. Reparieren Sie eine undichte Leitung nicht nur an der sichtbaren Leckstelle.

Welche Auffälligkeiten können Sie in Wohnräumen finden?

Beginnen Sie im Keller. Fühlen Sie Wände und Böden ab, suchen Sie nach Verfärbungen an Wandflächen und achten Sie auf abblätternde Beläge. Messen Sie verdächtige Stellen zu verschiedenen Tageszeiten, denn Kondenswasser und eindringende Feuchtigkeit zeigen sich unterschiedlich.

  • Untersuchen Sie Raumecken, Außenwandflächen und Bereiche hinter großen Möbelstücken.
  • Prüfen Sie Decken unter Badezimmern, Küchen, Dachflächen und Terrassen.
  • Achten Sie auf aufgequollene Parkettdielen, hohl klingende Fliesen und beschädigte Sockelleisten.
  • Öffnen und schließen Sie Fenster und Türen vorsichtig und achten Sie auf Schleifspuren.
  • Kontrollieren Sie Fugen, Silikonanschlüsse und sichtbare Rohrdurchführungen.
  • Notieren Sie, in welchen Räumen Schimmel oder Gerüche nach dem Lüften schnell wieder auftreten.

Wie erkennen Sie Mängel an Heizung, Wasserinstallation und Elektroinstallation?

Prüfen Sie Heizkörper, Thermostate, sichtbare Leitungen und Anschlüsse auf Tropfen, Rost, ungewöhnliche Geräusche und ungleichmäßige Wärme. Eine einzelne kalte Stelle kann auf Luft im System hinweisen, während wiederkehrende Feuchtigkeit an einem Anschluss eher für eine undichte Stelle spricht.

Für Wasserhähne, Abflüsse und sichtbare Leitungen finden Sie unter Sanitär + Bewässerung passende Informationen, wenn Sie Ersatzteile kaufen oder eine systematische Inspektion vorbereiten. Arbeiten an Gas- und Elektroinstallationen, tragenden Bauteilen und Unterputzleitungen sollten qualifizierte Fachleute übernehmen.

„Bauschäden müssen an ihrer Ursache behoben werden und nicht nur an der sichtbaren Oberfläche.“

— Bauherren-Schutzbund e.V., Informationen zu Bauschäden

Wie dokumentieren Sie Baumängel beweissicher ?

Eine gute Dokumentation unterscheidet zwischen Beobachtung und Bewertung. Notieren Sie zunächst, was Sie sehen, riechen, hören oder messen. Kennzeichnen Sie Vermutungen zur Ursache als solche und lassen Sie sie anschließend von einem Fachmann prüfen.

Wie erstellen Sie eine aussagekräftige Fotodokumentation ?

Fotografieren Sie jede Stelle aus drei Perspektiven : eine Übersicht des Raums oder der Fassade, eine Aufnahme des betroffenen Bauteils und ein Detail mit Maßstab. Notieren Sie Datum und Ort. Ergänzen Sie bei Außenaufnahmen die Wetterbedingungen und bei Bedarf die Zeit seit dem letzten Regen.

  • Bewahren Sie die Originaldateien auf und bearbeiten Sie sie später nicht.
  • Benennen Sie die Dateien mit Datum, Raum und Schaden.
  • Fotografieren Sie angrenzende Bauteile, Anschlüsse und mögliche Eintrittsstellen für Feuchtigkeit.
  • Machen Sie bei längeren Beobachtungen ein Foto aus derselben Position.
  • Sichern Sie die Dokumentation zusätzlich auf einem zweiten Datenträger.

Welche Messwerte helfen bei der Beurteilung von Schäden ?

Notieren Sie die Risslänge, die sichtbare Rissbreite, die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die gemessene Materialfeuchte, sofern Sie geeignete Messgeräte haben. Wiederholen Sie die Messungen unter vergleichbaren Bedingungen. Einzelne Messwerte ersetzen keine Ursachenanalyse, helfen aber dabei, Veränderungen nachzuverfolgen.

Um Raummaße, Abstände zu Fenstern und Türen sowie die Größe betroffener Flächen zu messen, eignet sich ein Maßband wie

bestens. Verwenden Sie bei Rissen zusätzlich ein kleines Lineal oder eine Rissbreitenkarte. Tragen Sie jeden Messwert direkt in Ihre Dokumentation ein, damit nichts falsch zugeordnet wird.

  • Ort : Hausseite, Raum, Wand oder Bauteil.
  • Datum und Uhrzeit : Datum, Uhrzeit und Wetter- oder Nutzungsbedingungen.
  • Beobachtung : Aussehen, Geruch, Geräusch, Feuchtigkeit oder Verformung.
  • Veränderung : unverändert, neu, stärker, trockener oder wiederkehrend.

Wie melden Sie einen Baumangel schriftlich ?

Beschreiben Sie den Mangel genau : Wo tritt er auf, seit wann beobachten Sie ihn und welche Folgen hat er ? Fügen Sie Fotos, Messwerte und einen kurzen Zeitverlauf bei. Richten Sie die Meldung an Ihren Vertragspartner oder die zuständige Versicherung und bewahren Sie den Versandnachweis auf.

Formulieren Sie Ihr Schreiben sachlich und bitten Sie um eine Ursachenprüfung sowie einen Vorschlag zur Mangelbeseitigung. Lassen Sie bei einem Neubau, einer laufenden Gewährleistung oder einem Streit über die Zuständigkeit den Text von einem Juristen oder Sachverständigen prüfen, bevor Sie eine Frist setzen oder weitere Arbeiten veranlassen.

Wichtiger Hinweis

Bohren Sie bei einem verdächtigen Schaden nicht, öffnen Sie die Stelle nicht, dichten Sie sie nicht ab, streichen Sie nicht darüber und trocknen Sie sie nicht zu schnell. Sichern Sie zuerst Fotos und Messwerte. Bei unmittelbarer Gefahr durch Strom, Gas, Einsturzgefahr oder austretendes Wasser hat die Sicherheit Vorrang : Sperren Sie den Bereich ab, schalten Sie die betroffenen Anlagen ab und rufen Sie einen Fachbetrieb oder den Notdienst.

Wann sollten Sie einen Experten hinzuziehen ?

Ein Experte ist sinnvoll, wenn Ursache, Ausmaß oder Verantwortlichkeiten unklar sind. Das gilt besonders bei Schäden an tragenden Bauteilen, wiederkehrender Feuchtigkeit und hohen Sanierungskosten. Je früher die Begutachtung erfolgt, desto geringer ist das Risiko, dass spätere Reparaturen den ursprünglichen Zustand verdecken.

Welche Warnzeichen erfordern sofortiges Handeln ?

  • Risse werden sichtbar größer oder ziehen sich durch mehrere Bauteile.
  • Decken, Balkone, Treppen oder Dachflächen weisen Durchbiegungen oder Verformungen auf.
  • Nach Starkregen, einer Überschwemmung oder einem Rohrbruch bleibt Wasser in Wänden oder Böden zurück.
  • Feuchtigkeit tritt trotz Lüften, Heizen oder einer Oberflächenbehandlung erneut auf.
  • Fenster und Türen klemmen nach Erdarbeiten, Setzungen oder einem Umbau.
  • Sie entdecken Schimmel auf einer großen Fläche oder an mehreren Stellen.
  • Vertragspartner bestreiten den Mangel oder schlagen lediglich eine oberflächliche Reparatur vor.

Bei Einsturzgefahr verlassen Sie den betroffenen Bereich und lassen Sie die Konstruktion sichern. Bei Gasgeruch, Brandgeruch oder einem elektrischen Problem schalten Sie keine Geräte ein und wenden Sie sich an den zuständigen Notdienst.

Welchen Fachmann sollten Sie je nach Schaden wählen ?

  • Bausachverständiger : für eine unabhängige Bestandsaufnahme, Dokumentation und Bewertung verschiedener Schadensarten.
  • Tragwerksplaner : bei Rissen, Verformungen und vermuteten Problemen an tragenden Bauteilen.
  • Fachmann für Feuchtigkeit oder Schimmel : bei unerklärlicher Feuchtigkeitsverteilung, wiederkehrendem Schimmel und erforderlichen Messverfahren.
  • Dachdecker, Sanitärbetrieb oder Elektriker : bei klar abgegrenzten Schäden in ihrem jeweiligen Fachgebiet.

Was sollte der Auftrag zur Begutachtung enthalten ?

Lassen Sie den Auftrag schriftlich festhalten. Darin sollten der betroffene Bereich, die geplanten Untersuchungen, die Dokumentation, die Bewertung der Ursachen und die Dringlichkeit genannt werden. Fragen Sie auch, ob der Experte Sanierungsmöglichkeiten, ungefähre Kosten und erforderliche Folgeuntersuchungen beschreibt.

Vergleichen Sie Angebote anhand desselben Begutachtungsauftrags. Ein kurzer, günstiger Termin ohne Bericht ist bei einem komplexen Schaden weniger hilfreich als eine verständliche Untersuchung mit Fotos, Messwerten und klar benannten Einschränkungen.

„Schimmel lässt sich nicht dauerhaft beseitigen, indem man ihn überstreicht. Entscheidend ist, die Ursache der Feuchtigkeit zu beheben.“

— Verbraucherzentrale, Ratgeber zu Schimmel und Feuchtigkeit

Wie können Sie Ihr Haus bis zur Reparatur schützen ?

Zwischen der Feststellung des Schadens und der Sanierung können mehrere Tage oder Wochen liegen. Schützen Sie das Gebäude in dieser Zeit vor weiteren Schäden, ohne deren Ursache zu verdecken. Prüfen Sie die Schutzmaßnahmen regelmäßig und dokumentieren Sie jede Veränderung.

Welche Sofortmaßnahmen verhindern Folgeschäden ?

  • Bei einem Rohrbruch sperren Sie die Wasserzufuhr ab und entfernen stehendes Wasser.
  • Schützen Sie Möbel, Böden und gelagerte Gegenstände vor weiterer Feuchtigkeit.
  • Lüften Sie gezielt, wenn die Außenluft trockener ist, und messen Sie die Entwicklung.
  • Betreten Sie beschädigte Decken, Dächer oder Gerüste nicht ohne Freigabe durch einen Fachmann.
  • Entfernen Sie großflächigen Schimmel nicht ohne geeignete Schutzmaßnahmen und ohne die Ursache zu kennen.
  • Schalten Sie gefährdete Stromkreise nur ab, wenn dabei keine Gefahr besteht.

Wie schützen Sie offene Dach- und Fassadenbereiche ?

Decken Sie einen beschädigten Dach- oder Fassadenbereich vorübergehend fachgerecht ab. Eine schlecht befestigte Folie kann bei starkem Wind selbst zur Gefahr werden. In der Kategorie Planen + Netze finden Sie geeignete Abdeckungen und Befestigungsmaterial.

Die Abdeckung muss Wasser vom Gebäude wegleiten und darf weder Entwässerungswege noch Lüftungsöffnungen oder Rettungswege blockieren. Fotografieren Sie die Schutzmaßnahme, notieren Sie das Datum und lassen Sie den Schaden so bald wie möglich dauerhaft reparieren.

Wie lagern Sie Sanierungsmaterialien sicher ?

Lagern Sie Farben, Lösungsmittel, Reiniger, Dichtstoffe und andere Gefahrstoffe gemäß den Herstellerangaben. Ein Sicherheitsschrank wie

kann zur sicheren Aufbewahrung geeigneter Produkte und Mengen beitragen. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Stoffe Sie lagern möchten und welche Anforderungen dafür gelten.

Für geeignete mechanische Befestigungen an einer provisorischen Abdeckung oder einem Schutzgitter können selbstsichernde Muttern wie

hilfreich sein. Verwenden Sie diese Teile nur für geeignete Verbindungen. Sie ersetzen weder die Prüfung eines tragenden Bauteils noch die dauerhafte Behebung eines Baumangels.

Absperrungen, Schutzkleidung und weiteres Zubehör für Sanierungsarbeiten finden Sie in der Kategorie Profi-Ausstattung. Lagern Sie die Ausrüstung so, dass Kinder und Haustiere geschützt sind und Rettungswege frei bleiben.

Wie planen Sie die Sanierung Ihres Hauses je nach Ursache und Dringlichkeit?

Eine erfolgreiche Sanierung beginnt bei der Ursache und nicht bei der sichtbaren Oberfläche. Wenn Sie einen feuchten Keller einfach überstreichen, bleibt das Problem mit eindringender Feuchtigkeit bestehen. Wenn Sie einen Riss verspachteln, ohne mögliche Bewegungen zu prüfen, kann die Oberfläche erneut reißen.

In welcher Reihenfolge sollten Sie vorgehen, um Folgeschäden zu vermeiden?

  1. Sicherheit gewährleisten : Sichern Sie zuerst unmittelbare Gefahren, Einsturzrisiken, elektrische Probleme, Gasgeruch und aktive Wasserlecks.
  2. Ursache ermitteln : Lassen Sie undichte Stellen, Abdichtungsmängel, falsche Gefälle, Wärmebrücken oder Bewegungen von einem Fachmann prüfen.
  3. Gebäudehülle und Entwässerung sanieren : Dach, Fassade, Sockel, Abdichtung, Dachrinnen und Rohrleitungen schützen die Bausubstanz vor neuen Schäden.
  4. Technische Anlagen instand setzen : Lassen Sie Heizung, Wasserleitungen, Lüftung und Elektroinstallation erst prüfen und reparieren, nachdem die Ursache beseitigt ist.
  5. Oberflächen sanieren : Erneuern Sie Putz, Anstrich, Bodenbeläge und Einbauten erst, wenn das Bauteil trocken und dauerhaft stabil ist.

Wie vergleichen Sie Angebote für eine Sanierung?

Bitten Sie alle Unternehmen, genau dieselben Leistungen zu kalkulieren. Das Angebot sollte Vorarbeiten, Demontage, Materialien, Entsorgung, Trocknungszeiten, Nebenarbeiten und die abschließende Prüfung einzeln aufführen. Prüfen Sie auch, ob das Unternehmen die Ursache oder nur das sichtbare Symptom behandelt.

Holen Sie bei größeren Arbeiten mindestens zwei Angebote ein und bitten Sie um schriftliche Antworten auf offene Fragen. Änderungen an tragenden Bauteilen, am Dach, an der Fassade oder an technischen Anlagen können zusätzliche Untersuchungen, Genehmigungen oder Nachweise erfordern. Klären Sie diese Punkte, bevor Sie den Auftrag erteilen.

Wie nehmen Sie die ausgeführten Arbeiten ab?

Vergleichen Sie den Zustand vor und nach der Reparatur. Prüfen Sie sichtbare Oberflächen, Anschlüsse, Gefälle, Funktion und Messwerte. Bei Feuchtigkeitsschäden beweist eine trockene Oberfläche allein noch nicht, dass eine dauerhafte Lösung gefunden wurde.

  • Halten Sie ausstehende Arbeiten und Fristen schriftlich fest.
  • Bewahren Sie Rechnungen, Prüfberichte, Produktdatenblätter und Fotos auf.
  • Notieren Sie Wartungsintervalle und erforderliche spätere Kontrollen.
  • Prüfen Sie, ob Fenster, Türen, Heizkörper, Abflüsse und Lüftungsanlagen wieder funktionieren.
  • Lassen Sie verdeckte Arbeiten fotografieren, bevor Wände oder Böden wieder geschlossen werden.

Zusätzlicher Tipp

Legen Sie für jeden Raum eine eigene Schadensakte mit Fotos, Messwerten, Angeboten und Rechnungen an. So behalten Sie bei einer größeren Sanierung den Überblick und können Fachleuten genau zeigen, wann ein Schaden aufgetreten ist und welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden.

Baumängel erkennen Sie am zuverlässigsten durch regelmäßige Kontrollen, eine sorgfältige Dokumentation und die Untersuchung der Ursache. Sichern Sie Gefahren sofort, bewahren Sie Beweise auf und planen Sie die Reparaturen in der richtigen Reihenfolge. So schützen Sie Ihr Haus und verhindern, dass die Schäden nach der Sanierung erneut auftreten.

Häufige Fragen

Wie erkennen Sie mögliche Baumängel?
Typische Anzeichen sind neue oder größer werdende Risse, Feuchtigkeit, Schimmel, abblätternder Putz, klemmende Fenster, Zugluft, ungewöhnliche Geräusche und Verformungen. Beobachten Sie die Entwicklung, notieren Sie Datum und Ort und lassen Sie die Ursache beurteilen. Das Erscheinungsbild allein beweist noch keinen Baumangel.
Wie dokumentieren Sie Schäden am Haus richtig?
Fotografieren Sie die Schäden als Übersicht und im Detail. Legen Sie ein Lineal daneben, notieren Sie Raum, Ausrichtung, Datum, Wetter und Messwerte und bewahren Sie die Originaldateien auf. Führen Sie außerdem ein chronologisches Protokoll der Veränderungen. Melden Sie festgestellte Schäden Ihren Vertragspartnern oder Ihrer Versicherung und bewahren Sie die Versandnachweise auf.
Wann sollten Sie einen Bausachverständigen hinzuziehen?
Ziehen Sie einen Bausachverständigen bei größer werdenden Rissen, wiederkehrender Feuchtigkeit, unklarer Ursache für Schimmel, ungewöhnlichen Verformungen oder Streit über Ursache und Kosten hinzu. Bei tragenden Bauteilen ist häufig auch ein Tragwerksplaner erforderlich. Lassen Sie das Gutachten vor der Reparatur erstellen, damit Beweise und die Planung der Sanierungsarbeiten gesichert sind.
Können Sie Baumängel selbst reparieren?
Kleinere Instandhaltungsarbeiten können Sie selbst erledigen, wenn keine Gefahr besteht. Dokumentieren Sie zuerst den Zustand. Bohren Sie bei einem verdächtigen Schaden nicht vorschnell, öffnen Sie die Stelle nicht, überstreichen Sie sie nicht und dichten Sie sie nicht ab, denn dadurch können Sie Ursachen und Beweise verdecken. Bei Feuchtigkeit, Elektrik, Gas oder tragenden Bauteilen sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen.
Welche Schäden sollten Sie zuerst reparieren?
Beheben Sie zuerst unmittelbare Gefahren, aktive Wasser- oder Gaslecks und instabile Bauteile. Danach sollte die Ursache am Dach, an der Fassade, an der Abdichtung oder an der Entwässerung beseitigt werden. Erst wenn das Gebäude trocken und sicher ist, sollten Sie Anlagen, Putz, Böden und Oberflächen sanieren. Eine Untersuchung durch einen Fachmann verhindert, dass neue Arbeiten alte Schäden wieder hervorrufen.
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