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Die Schwarze Ananas Tomate: Anbau, Pflege & Geschmack

Entdecken Sie diese außergewöhnliche Fleischtomate, die mit ihrer einzigartigen Farbe und ihrem komplexen Aroma jeden Garten bereichert.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 16.07.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Die Schwarze Ananas Tomate, oder 'Ananas Noire', ist eine belgische Fleischtomate, die für ihre spektakuläre Optik und ihren Geschmack bekannt ist. Ihre Schale ist mehrfarbig von olivgrün bis purpurbraun, das Fruchtfleisch marmoriert. Geschmacklich überzeugt sie mit einer süßen, fruchtigen und leicht rauchigen Note, die sie zu einer besonderen Delikatesse macht.

Langweilen Sie die ewig roten, runden Tomaten im Supermarkt? Suchen Sie nach einem echten Highlight für Ihren Gemüsegarten und Ihre Küche? Dann entdecken Sie die Schwarze Ananas Tomate. Diese Sorte, auch bekannt als 'Ananas Noire', ist mehr als nur ein Gemüse. Sie ist ein Erlebnis für die Sinne, eine Augenweide im Beet und eine Geschmacksexplosion auf dem Teller. Ihr Anbau belohnt Sie mit Früchten, die Sie so nirgends kaufen können.

Diese besondere Fleischtomate gehört zu den sogenannten alten Tomatensorten und besticht durch eine Optik, die ihresgleichen sucht. Mit ihrer tiefen, fast mystischen Färbung und einem Aroma, das süß, fruchtig und rauchig zugleich ist, hebt sie sich deutlich von der Masse ab. Bereiten Sie sich darauf vor, Ihren Tomatenanbau auf ein neues Level zu heben.

Was macht die Schwarze Ananas Tomate so besonders?

Die Faszination der 'Ananas Noire' liegt in der Kombination aus ihrer außergewöhnlichen Erscheinung und ihrem unvergleichlichen Geschmack. Sie ist eine Sorte, die Gespräche anregt und jeden Salat in ein Kunstwerk verwandelt.

Einzigartige Optik: Ein Farbenspiel der Natur

Schon am Strauch ist die Schwarze Ananas ein Blickfang. Die großen, oft gerippten Früchte können ein Gewicht von 300 bis 500 Gramm erreichen. Ihre Schale ist ein Mosaik aus Farben: Die Schultern bleiben oft olivgrün, während der Körper in tiefen Rot-, Braun- und violetten Tönen schimmert. Schneiden Sie die Tomate auf, offenbart sich ein noch beeindruckenderes Bild. Das Fruchtfleisch ist leuchtend grün, durchzogen von pinken und roten Marmorierungen. Jeder Schnitt enthüllt ein neues, einzigartiges Muster.

Komplexes Geschmacksprofil

Der Name lässt es erahnen: Ihr Geschmack ist fruchtig und erinnert entfernt an Ananas. Doch das ist nur der Anfang. Die Schwarze Ananas Tomate entfaltet ein reiches, vielschichtiges Aroma. Sie schmeckt intensiv süß, besitzt aber auch eine perfekt ausbalancierte, leichte Säure und eine markante, fast rauchige Würze. Diese Komplexität macht sie zu einer echten Gourmet-Tomate, die pur genossen ebenso überzeugt wie in aufwendigen Gerichten.

Herkunft und Geschichte

Die 'Ananas Noire' ist eine relativ junge unter den alten Sorten. Sie wurde in den 1990er Jahren vom belgischen Gärtner Pascal Moreau aus einer Kreuzung der Sorte 'Ananas' und einer schwarzen Tomate gezüchtet. Ihr Ursprung liegt also in einer bewussten Züchtung, die darauf abzielte, die besten Eigenschaften beider Elternteile zu vereinen: die Größe und Fruchtigkeit der Ananastomate und die würzige Tiefe der schwarzen Sorten.

Die Vielfalt der Sorten ist die Grundlage unserer Ernährungssicherheit und unseres kulinarischen Reichtums. Alte Sorten wie die 'Schwarze Ananas' sind lebende Zeugnisse dieser Vielfalt.

Dr. Vandana Shiva, Umweltaktivistin

Wie bauen Sie die Schwarze Ananas Tomate erfolgreich an?

Der Anbau dieser besonderen Sorte ist nicht schwieriger als der anderer Stabtomaten. Mit der richtigen Vorbereitung und am passenden Standort gelingt Ihnen eine reiche Ernte. Der gesamte Prozess, von der kleinen Saat bis zur prächtigen Frucht, ist ein lohnendes Projekt für jeden Gärtner. Beginnen Sie frühzeitig mit der Planung, um Ihren Pflanzen den bestmöglichen Start zu ermöglichen.

Der richtige Standort: Sonne und Schutz

Tomaten sind Sonnenanbeter. Die Schwarze Ananas bildet da keine Ausnahme. Sie benötigt einen Standort, der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag erhält. Je mehr Sonne, desto intensiver entwickeln sich Farbe und Aroma der Früchte. Wählen Sie zudem einen Platz, der vor starkem Wind und Dauerregen geschützt ist. Eine südlich ausgerichtete Hauswand oder ein Standort im Gewächshaus sind ideal. Ein Regendach im Freiland schützt die Blätter vor Nässe und beugt Pilzkrankheiten vor.

Aussaat und Vorzucht im Haus

Beginnen Sie mit der Aussaat zwischen Ende Februar und Mitte April im Haus. Verwenden Sie hochwertige Anzuchterde und kleine Töpfe oder Saatschalen. Säen Sie die Samen etwa 0,5 bis 1 cm tief und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Für die Keimung ist eine konstante Temperatur von 22 bis 25 °C optimal. Eine Heizmatte oder ein Platz auf einer warmen Fensterbank leisten hier gute Dienste. Sobald sich nach den Keimblättern die ersten echten Blätter zeigen, pikieren Sie die kräftigsten Sämlinge in einzelne, größere Töpfe, wie den

Anzuchttopf für Tomaten.

Profi-Tipp

Härten Sie Ihre Jungpflanzen vor dem Auspflanzen langsam ab. Stellen Sie sie ab Anfang Mai für einige Stunden an einen geschützten, schattigen Platz im Freien. Verlängern Sie die Dauer und die Sonneneinstrahlung über eine Woche schrittweise. So gewöhnen sich die Pflanzen an die Außenbedingungen und vermeiden einen Pflanzschock.

Auspflanzen ins Freiland oder Gewächshaus

Der richtige Zeitpunkt zum Auspflanzen ist nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn keine Spätfröste mehr drohen. Der Boden sollte tiefgründig gelockert und mit reifem Kompost oder organischem Dünger angereichert sein. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal. Setzen Sie die Jungpflanzen tiefer in die Erde, als sie im Topf standen. Entfernen Sie dazu die unteren Blätter und pflanzen Sie sie bis zum ersten Blattansatz ein. Die Pflanze bildet am unterirdischen Stängel zusätzliche Wurzeln, was ihre Standfestigkeit und Nährstoffaufnahme verbessert. Planen Sie einen Pflanzabstand von mindestens 60-80 cm ein, um für eine gute Luftzirkulation zu sorgen.

Für den Anbau auf Balkon oder Terrasse eignet sich ein großer Kübel. Der

Anzuchttopf bietet mit seinem größeren Volumen ausreichend Platz für das Wurzelsystem einer großen Fleischtomate.
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Die optimale Pflege für eine reiche Ernte

Nach dem erfolgreichen Auspflanzen beginnt die eigentliche Pflegephase. Eine konsequente Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sowie gezielte Kulturmaßnahmen sind der Schlüssel zu gesunden Pflanzen und vielen schmackhaften Früchten. Die Schwarze Ananas ist eine wüchsige Sorte, die Ihre Aufmerksamkeit zu schätzen weiß.

Richtig gießen und düngen

Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend. Gießen Sie durchdringend, aber nicht zu oft. Der Boden sollte zwischen den Wassergaben an der Oberfläche abtrocknen können. Vermeiden Sie unbedingt Staunässe. Gießen Sie immer direkt an der Wurzel und niemals über die Blätter, um das Risiko von Pilzkrankheiten wie der Kraut- und Braunfäule zu minimieren. Als Starkzehrer benötigt die Tomate viele Nährstoffe. Eine erste Düngergabe erfolgt beim Auspflanzen. Sobald die ersten Früchte ansetzen, düngen Sie alle 14 Tage mit einem kaliumbetonten organischen Tomatendünger. Kalium fördert die Fruchtentwicklung und das Aroma.

Wichtiger Hinweis

Die Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) ist die größte Gefahr für Tomaten im Freiland. Schützen Sie Ihre Pflanzen durch einen luftigen Standort, ein Regendach und das konsequente Gießen am Boden. Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie diese im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.

Wichtigkeit von Stützen und Ausgeizen

Die Schwarze Ananas ist eine indeterminierte, also unbegrenzt wachsende Stabtomate. Sie kann eine Höhe von über zwei Metern erreichen und benötigt daher von Anfang an eine stabile Stütze. Ein Spiralstab, ein stabiler Holzpfahl oder ein Tomatenkäfig sind gute Optionen. Binden Sie den Haupttrieb regelmäßig locker an der Stütze fest. Das sogenannte Ausgeizen ist eine wichtige Pflegemaßnahme. Brechen Sie die kleinen Seitentriebe, die in den Blattachseln wachsen, regelmäßig mit den Fingern aus, solange sie noch klein sind. Dadurch lenkt die Pflanze ihre gesamte Energie in den Haupttrieb und die Bildung großer Früchte. Außerdem sorgt das Ausgeizen für eine bessere Durchlüftung der Pflanze. In der Regel ziehen Sie die Pflanze eintriebig, bei sehr kräftigem Wuchs können Sie auch einen zweiten Trieb stehen lassen.

Pflanzpartner und Bodengesundheit

Eine gute Nachbarschaft im Gemüsebeet fördert die Gesundheit Ihrer Tomaten. Basilikum soll nicht nur geschmacklich gut passen, sondern auch Schädlinge wie die Weiße Fliege fernhalten. Tagetes (Studentenblumen) im Boden können schädliche Nematoden an den Wurzeln reduzieren. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt, Stroh oder Beinwellblättern hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und liefert kontinuierlich Nährstoffe. Wenn Sie keine eigenen Samen ziehen, finden Sie robuste Alternativen wie die Tomatenpflanze

, sobald diese wieder verfügbar ist.

Wann ist die Schwarze Ananas reif und wie ernten Sie sie?

Einer der spannendsten, aber auch kniffligsten Momente ist die Bestimmung des perfekten Erntezeitpunkts. Bei einer Sorte, die nicht einfach nur rot wird, müssen Sie sich auf andere Sinne verlassen.

Die Reife erkennen: Eine Frage des Gefühls

Die Farbe allein ist bei der Schwarzen Ananas kein verlässlicher Indikator. Die olivgrünen Schultern bleiben oft auch bei Vollreife bestehen. Verlassen Sie sich stattdessen auf Ihren Tastsinn. Eine reife Frucht gibt auf leichten Fingerdruck sanft nach, ähnlich wie ein reifer Pfirsich. Sie fühlt sich prall an, aber nicht mehr steinhart. Auch der Geruch kann ein Hinweis sein: Reife Tomaten verströmen einen intensiven, aromatischen Duft. Heben Sie die Frucht leicht an; bei reifen Exemplaren löst sich der Stiel oft schon leichter von der Rispe.

Zusätzlicher Rat

Lassen Sie die Früchte so lange wie möglich an der Pflanze reifen. Hier entwickeln sie den höchsten Zuckergehalt und das vollste Aroma. Ernten Sie erst kurz vor dem Verzehr. Sollte eine längere Regenperiode oder der erste Frost drohen, können Sie auch ganze Rispen ernten und an einem warmen, dunklen Ort nachreifen lassen.

Erntetechnik und Lagerung

Reißen Sie die Früchte niemals einfach ab. Dies kann die Pflanze verletzen und Eintrittspforten für Krankheiten schaffen. Verwenden Sie eine saubere, scharfe Schere oder ein Messer und schneiden Sie die Tomate mit einem kurzen Stück Stiel ab. Lagern Sie Ihre Ernte bei Raumtemperatur und nicht im Kühlschrank. Kälte zerstört die flüchtigen Aromastoffe und macht das Fruchtfleisch mehlig. An einem luftigen Ort halten sich die Tomaten mehrere Tage.

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Verwendung in der Küche: Mehr als nur Salat

Ihre wahre Bestimmung findet die Schwarze Ananas Tomate in der Küche. Ihr komplexes Aroma und ihre atemberaubende Optik machen sie zur Hauptdarstellerin vieler Gerichte. Sie ist viel zu schade, um nur als Beilage zu dienen.

Eine gute Tomate braucht nichts weiter als ein wenig Salz. Bei einer Sorte wie der 'Schwarzen Ananas' wird dieser simple Genuss zu einem komplexen Geschmackserlebnis, das an Sommer, Sonne und Erde erinnert.

Yotam Ottolenghi, Kochbuchautor

Pur oder im Salat

Der beste Weg, das volle Aroma zu erleben, ist der pure Genuss. Schneiden Sie die Tomate in dicke Scheiben, streuen Sie etwas gutes Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer darüber und beträufeln Sie sie mit einem hochwertigen Olivenöl. Fertig ist eine perfekte Vorspeise. Im Salat Caprese sorgt sie für einen dramatischen Kontrast zu weißem Mozzarella und grünem Basilikum. Auch in bunten Sommersalaten ist sie der Star.

Auf Brot und in Sandwiches

Belegen Sie eine Scheibe geröstetes Bauernbrot mit den saftigen Tomatenscheiben. Ein Klecks Pesto oder etwas Ziegenfrischkäse darunter rundet das Geschmackserlebnis ab. In einem Burger oder einem BLT-Sandwich (Bacon, Lettuce, Tomato) sorgt sie für eine unvergleichliche Saftigkeit und Tiefe.

Gekocht in Saucen und Suppen

Auch gekocht behält die Schwarze Ananas ihr intensives Aroma. Sie ergibt eine wunderbar reichhaltige, dunkle Tomatensauce, die hervorragend zu Pasta passt. Auch für eine kalte Gazpacho oder eine warme, geröstete Tomatensuppe ist sie eine ausgezeichnete Wahl. Ihr geringer Säureanteil sorgt für eine natürliche Süße und eine samtige Konsistenz.

Der Anbau der Schwarzen Ananas Tomate ist ein Abenteuer für jeden Gärtner, der das Besondere liebt. Von der sorgfältigen Auswahl der Samen und Sämereien bis zur Ernte der einzigartigen Früchte erleben Sie den Kreislauf der Natur hautnah. Sie bereichern nicht nur Ihren Garten und Outdoor-Bereich, sondern auch Ihre Küche mit einer Sorte, die in Erinnerung bleibt.

Häufige Fragen

Ist die Schwarze Ananas Tomate für Anfänger geeignet?
Ja, durchaus. Sie ist nicht komplizierter im Anbau als andere Stabtomaten. Wichtig sind ein sonniger, geschützter Standort, eine gute Nährstoffversorgung und eine stabile Rankhilfe. Mit der richtigen Pflege können auch Gartenneulinge eine reiche Ernte dieser besonderen Sorte erzielen.
Warum platzen meine Schwarzen Ananas Tomaten auf?
Das Aufplatzen von Tomatenfrüchten wird meist durch unregelmäßige Wasserversorgung verursacht. Nach einer Trockenperiode nimmt die Pflanze bei starkem Regen oder Gießen plötzlich viel Wasser auf, wodurch die Fruchthaut unter Spannung gerät und reißt. Sorgen Sie für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.
Kann ich die Schwarze Ananas Tomate im Kübel anbauen?
Ja, der Anbau im Kübel ist sehr gut möglich. Wählen Sie ein ausreichend großes Gefäß mit mindestens 20-30 Litern Volumen, wie den Anzuchttopf PRODUCT_73618. Achten Sie auf hochwertige Kübelpflanzenerde und eine regelmäßige Versorgung mit Wasser und Dünger, da die Nährstoffe im Topf schneller verbraucht sind.
Ist die Schwarze Ananas Tomate samenfest?
Ja, die Schwarze Ananas ist eine samenfeste Sorte. Das bedeutet, Sie können aus den Samen Ihrer reifsten und gesündesten Früchte im nächsten Jahr wieder Pflanzen ziehen, die die gleichen Eigenschaften haben. Dies ist ein großer Vorteil von alten Sorten im Gegensatz zu F1-Hybriden.
Wie schmeckt die Schwarze Ananas Tomate genau?
Ihr Geschmack ist außergewöhnlich komplex. Sie ist süß, aber nicht übermäßig. Dazu kommen fruchtige Noten, die an Ananas erinnern, eine leichte, angenehme Säure und ein Hauch von rauchigem Aroma. Diese Kombination macht sie zu einer der geschmacklich interessantesten Tomatensorten überhaupt.
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