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Fassade streichen: So gelingt der neue Anstrich fürs Haus

Mit der richtigen Vorbereitung, Fassadenfarbe und Technik schützen Sie Ihr Haus langfristig vor Wind und Wetter.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 13.09.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Ein neuer Fassadenanstrich gelingt, wenn Sie den Untergrund prüfen, Feuchtigkeits- und Rissprobleme zuerst beheben, die passende Farbe auswählen und zwei gleichmäßige Anstriche auftragen. Reinigen, grundieren und schützen Sie die Fläche sorgfältig. Trockenes, mildes Wetter und ein sicher aufgestelltes Gerüst sorgen für einen dauerhaften Schutz Ihres Hauses vor Witterungseinflüssen.

Eine saubere Fassade schützt das Mauerwerk vor Regen, Frost und starken Temperaturschwankungen. Wenn der alte Anstrich kreidet, abblättert oder ungleichmäßig aussieht, lohnt sich eine gründliche Sanierung. Mit der richtigen Vorbereitung können Sie Ihr Haus selbst streichen und einen gleichmäßigen, dauerhaften Wetterschutz schaffen.

Der wichtigste Schritt ist nicht das Auftragen der Farbe. Entscheidend sind die Prüfung des Untergrunds, die Ausbesserung von Schäden und die richtige Abstimmung von Grundierung und Fassadenfarbe. In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie den Fassadenanstrich planen, vorbereiten und fachgerecht ausführen.

Warum lohnt sich ein neuer Fassadenanstrich?

Der Fassadenanstrich erfüllt mehr als nur einen dekorativen Zweck. Die Beschichtung verringert die Wasseraufnahme der Oberfläche, schützt vor Witterungseinflüssen und verbessert das Erscheinungsbild des Hauses. Eine intakte Farbschicht hält Schmutz und Feuchtigkeit länger vom Untergrund fern.

Ein neuer Anstrich ersetzt jedoch keine notwendige Instandhaltung. Wenn Wasser durch Risse eindringt, Dachrinnen überlaufen oder die Wand ständig feucht bleibt, reicht neue Farbe nicht aus. Beheben Sie die Ursache, bevor Sie die Fläche streichen.

Woran erkennen Sie, dass die Fassade renoviert werden muss?

Betrachten Sie die Fassade bei Tageslicht. Achten Sie auf abblätternde Farbe, Haarrisse, dunkle Feuchtigkeitsflecken, Algenbewuchs und Farbunterschiede. Streichen Sie nicht einfach über lose oder kreidende Schichten. Die neue Farbe haftet dann nur so gut wie der alte, bereits beschädigte Untergrund.

  • Kreidende Farbe: Wischen Sie mit der Hand oder einem dunklen Tuch über die Oberfläche. Bleibt deutlich weißes Pulver zurück, muss die Fassade gründlich gereinigt werden. Meist ist auch eine geeignete Grundierung nötig.
  • Abblätternde Farbe: Entfernen Sie lose Farbschichten vollständig. Schleifen oder bürsten Sie die Übergänge glatt, damit später keine sichtbaren Kanten entstehen.
  • Risse: Prüfen Sie, ob es sich um oberflächliche Schwundrisse oder tiefere Bewegungsrisse handelt. Breite oder wiederkehrende Risse sollte ein Fachmann beurteilen.
  • Feuchtigkeit: Dunkle Flecken, sich lösender Putz und Salzausblühungen weisen auf eindringendes oder aufsteigendes Wasser hin.
  • Biologischer Bewuchs: Entfernen Sie Algen, Moos und Flechten vor dem Streichen. Andernfalls breiten sie sich unter der neuen Beschichtung weiter aus.

Praxistipp

Planen Sie den Fassadenanstrich nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Zustand der Wand und der Wetterbelastung der jeweiligen Fassadenseite. Streichen Sie zuerst eine unauffällige Probefläche. So prüfen Sie Haftung, Farbe und Deckkraft, bevor Sie die ganze Fassade streichen.

Wie prüfen Sie die Fassade vor dem Streichen?

Mit einer kurzen Prüfung des Untergrunds vermeiden Sie häufige Fehler. So erkennen Sie, ob die alte Beschichtung ausreichend tragfähig ist, wie viel Feuchtigkeit die Wand aufnimmt und ob eine Grundierung nötig ist. Führen Sie die Tests an mehreren Stellen durch, besonders an Fensteröffnungen, am Sockel und an stark verwitterten Fassadenseiten.

Mit welchen Tests prüfen Sie den Untergrund?

  • Wischprobe: Reiben Sie mit der Hand über die trockene Oberfläche. Wenn der Untergrund stark kreidet, entfernen Sie den Staub und wählen eine geeignete Grundierung.
  • Klebebandtest: Drücken Sie ein Stück festes Klebeband auf den alten Anstrich und ziehen Sie es ruckartig ab. Lösen sich dabei Farbteilchen, ist die Beschichtung nicht ausreichend tragfähig.
  • Kratzprobe: Ritzen Sie den Putz an einer unauffälligen Stelle vorsichtig mit einem Schraubendreher an. Bröckelt die Oberfläche tief ab, muss der Putz ausgebessert werden.
  • Saugprobe: Befeuchten Sie die Wand mit wenig Wasser. Zieht das Wasser sofort ein, nimmt der Untergrund viel Feuchtigkeit auf und benötigt wahrscheinlich eine geeignete Grundierung.
  • Feuchtigkeitsprüfung: Messen Sie bei Verdacht auf Feuchtigkeitsprobleme den Feuchtigkeitsgehalt der Wand oder lassen Sie die Ursache untersuchen. Einen feuchten Untergrund dürfen Sie nicht überstreichen.

Welche Schäden sollten Sie vorher ausbessern?

Entfernen Sie lose Putzstücke bis zum festen Rand. Füllen Sie geeignete Risse mit einem zum Fassadensystem passenden Material und glätten Sie die ausgebesserten Stellen nach dem Trocknen. Tiefe Risse, größere abgeplatzte Putzstellen und sichtbare Bewegungen im Mauerwerk sollte ein Fachmann beurteilen.

Auch der Sockel verdient besondere Aufmerksamkeit. Spritzwasser, Streusalz und Erde beanspruchen diesen Bereich stärker als den Rest der Fassade. Reinigen Sie den Sockel sorgfältig und verwenden Sie dort nur Beschichtungen, die für die höhere Feuchtigkeitsbelastung geeignet sind.

„Eine Beschichtung bleibt nur dann dauerhaft funktionsfähig, wenn Untergrund, Beschichtungsmaterial und Beanspruchung aufeinander abgestimmt sind.“

— Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz, Fachregeln für Maler- und Lackierarbeiten

Welche Vorbereitungen sind nötig, um eine Fassade selbst zu streichen?

Eine gute Vorbereitung spart beim Streichen Zeit und schützt Fenster, Türen, Wege und Pflanzen vor Schäden. Räumen Sie den Arbeitsbereich frei und sorgen Sie für ausreichend Platz für Gerüste, Leitern, Farbeimer und Abdeckmaterial.

Wie reinigen Sie die Fassade richtig?

Entfernen Sie losen Schmutz zunächst trocken mit einer Bürste. Reinigen Sie die Oberfläche anschließend mit Wasser und einem geeigneten Fassadenreiniger. Arbeiten Sie von oben nach unten und spülen Sie Rückstände gründlich ab. Ein Hochdruckreiniger kann den Putz beschädigen, wenn der Druck zu hoch ist oder die Düse zu nah an die Wand gehalten wird.

Verwenden Sie bei Algen- und Moosbewuchs ein dafür zugelassenes Mittel und halten Sie sich an die Herstellerangaben. Schützen Sie angrenzende Flächen und entsorgen Sie gelösten Bewuchs fachgerecht. Lassen Sie die gereinigte Fassade vollständig trocknen. Je nach Wetter, Putz und Saugfähigkeit kann das mehrere Tage dauern.

Passende Abdeckplanen + Netze finden Sie für Abdeckvliese und Schutzfolien. Arbeitskleidung, Handschuhe und weiteres Zubehör finden Sie im Bereich Betriebsbedarf. Wenn Sie zum Reinigen oder Vorbereiten elektrische Geräte verwenden, entdecken Sie passende Elektrowerkzeuge für den Außenbereich.

Wie schützen Sie Haus und Garten?

Decken Sie Fenster, Türen, Lampen, Steckdosen, Geländer und Bodenflächen sorgfältig ab. Befestigen Sie die Folie so, dass sie bei Wind nicht gegen die nasse Farbe schlägt. Schneiden Sie Pflanzen zurück oder binden Sie sie vorsichtig zur Seite. Entfernen Sie Abdeckungen nach Herstellerangaben, damit keine Farbränder abreißen.

Stellen Sie Leitern und Gerüste auf einen festen, ebenen Untergrund. Planen Sie die Arbeit so, dass Sie nicht über frisch gestrichene Flächen laufen müssen. Bei mehrstöckigen Häusern bietet ein fachgerecht aufgebautes Gerüst mehr Sicherheit und gleichmäßigere Arbeitsbedingungen als eine Leiter.

Wichtiger Hinweis

Arbeiten Sie nicht bei Gewitter, starkem Wind, Frost oder auf nassem Untergrund. Sichern Sie Leitern und Gerüste gegen Umkippen und halten Sie Abstand zu Stromleitungen. Alte, unbekannte Anstriche dürfen Sie erst trocken abschleifen, nachdem sie fachgerecht auf mögliche Schadstoffe geprüft wurden.

Wann benötigen Sie eine Grundierung?

Eine Grundierung gleicht die Saugfähigkeit aus, bindet kreidende Rückstände und verbessert die Haftung des Deckanstrichs. Verwenden Sie nur ein Produkt, das für den Untergrund und die gewählte Fassadenfarbe geeignet ist. Eine beliebige Innenraumgrundierung kann den Aufbau des Außenanstrichs beeinträchtigen.

Grundieren Sie insbesondere stark saugende, sandende oder unterschiedlich ausgebesserte Flächen. Tragen Sie die Grundierung gleichmäßig auf und beachten Sie die vorgeschriebene Trocknungszeit. Streichen Sie die Wand erst weiter, wenn die Oberfläche trocken und fest ist.

Welche Fassadenfarbe passt zu Ihrem Haus?

Welche Farbe am besten geeignet ist, hängt vom vorhandenen Putz, dem alten Anstrich und der Feuchtigkeitsbelastung der Fassade ab. Kaufen Sie Grundierung und Deckfarbe möglichst als aufeinander abgestimmtes System. Lesen Sie das technische Merkblatt und prüfen Sie, ob die Farbe für den jeweiligen Außenputz zugelassen ist.

Welche Farben eignen sich für den Außenbereich?

  • Dispersionsfassadenfarbe: Sie eignet sich für viele tragfähige Altanstriche und ist in einer großen Farbauswahl erhältlich. Der vorhandene Anstrich muss sauber, fest und kompatibel sein.
  • Silikonharzfarbe: Sie hält Regenwasser gut ab und bleibt in der Regel wasserdampfdurchlässig. Dadurch eignet sie sich für stark der Witterung ausgesetzte Flächen, ersetzt aber keine Sanierung feuchter Wände.
  • Silikatfarbe: Sie verbindet sich chemisch mit geeigneten mineralischen Untergründen. Schützen Sie Glas, Metall und Naturstein beim Auftragen, da alkalische Bestandteile Flecken verursachen können.
  • Kalkfarbe: Sie eignet sich für bestimmte mineralische und historische Gebäude. Auf modernen, organisch gebundenen Altanstrichen haftet Kalkfarbe nicht automatisch zuverlässig.

Wenn Sie die Farbtype wechseln, prüfen Sie besonders sorgfältig, ob die Produkte miteinander kompatibel sind. Ein neuer Anstrich kann abblättern, wenn der alte zu glatt, elastisch oder schlecht gebunden ist. Im Zweifelsfall kann ein professioneller Malerbetrieb eine Probefläche oder Haftungsprüfung durchführen.

Wie wählen Sie die richtige Farbe aus?

Helle Farben erwärmen sich in der Sonne weniger stark und lassen kleine Unebenheiten weniger auffallen. Dunkle Farben setzen markante Akzente, können sich auf stark besonnten Flächen aber deutlich stärker erwärmen. Dadurch werden der Anstrich und der Untergrund thermisch stärker belastet.

Testen Sie die gewünschte Farbe an mehreren Stellen der Fassade. Betrachten Sie die Fläche morgens, mittags und bei bewölktem Wetter. Berücksichtigen Sie Dach, Fensterrahmen, Sockel und die Bebauung in der Nachbarschaft. Für denkmalgeschützte oder besonders gestaltete Häuser können zusätzliche Vorschriften gelten.

Zusätzlicher Tipp

Berechnen Sie die benötigte Farbmenge mit einer Reserve von etwa zehn Prozent. Messen Sie die Fassadenfläche aus, ziehen Sie große Fenster und Türen ab und teilen Sie das Ergebnis durch die angegebene Reichweite. Bei grobem Putz, einer starken Farbänderung oder zwei Deckanstrichen steigt der Verbrauch.

Wie streichen Sie das Haus Schritt für Schritt?

Beginnen Sie erst, wenn Reinigung, Ausbesserung und Grundierung abgeschlossen sind. Die Oberfläche muss trocken, sauber, tragfähig und staubfrei sein. Streichen Sie möglichst eine ganze Fassadenseite oder klar abgegrenzte Flächen fertig, damit keine sichtbaren Ansätze entstehen.

  1. Prüfen Sie das Wetter: Wählen Sie eine trockene Wetterperiode ohne Regen, Nebel, Frost und starken Wind. Direkte Mittagssonne kann dazu führen, dass die Farbe zu schnell trocknet. Halten Sie die vom Hersteller angegebene Verarbeitungstemperatur ein.
  2. Richten Sie den Arbeitsbereich ein: Bauen Sie Gerüst oder Leiter sicher und stabil auf. Legen Sie Abdeckmaterial aus und schützen Sie Fenster, Türen, Pflanzen und Wege.
  3. Bereiten Sie die Kanten vor: Kleben Sie Anschlussstellen sauber ab. Rühren Sie die Farbe gründlich um und füllen Sie nur so viel Farbe in den Eimer, wie Sie in kurzer Zeit verarbeiten können.
  4. Tragen Sie die Grundierung auf: Grundieren Sie die vorbereiteten Flächen gleichmäßig. Vermeiden Sie Pfützen und sichtbare Ansätze. Lassen Sie die Grundierung vollständig trocknen.
  5. Streichen Sie den ersten Anstrich: Streichen Sie Ecken, Fensterlaibungen und Anschlussstellen zuerst mit einem Pinsel. Rollen Sie anschließend die großen Flächen in gleichmäßigen Bahnen. Verteilen Sie die Farbe zunächst senkrecht und rollen Sie danach waagerecht darüber oder folgen Sie den Herstellerangaben.
  6. Tragen Sie den zweiten Anstrich auf: Halten Sie die vorgeschriebene Trocknungszeit ein. Der zweite Anstrich verbessert Deckkraft, Farbgleichmäßigkeit und Witterungsschutz. Streichen Sie nicht über halb getrocknete Stellen, da sonst Rollspuren und Ansätze entstehen.
  7. Prüfen Sie das Ergebnis: Betrachten Sie die Fassade aus verschiedenen Blickwinkeln. Bessern Sie Unebenheiten nur innerhalb der zulässigen Zeit und mit derselben Farbe aus. Entfernen Sie das Abklebeband vorsichtig nach den Angaben des Systems.

Wie vermeiden Sie sichtbare Ansätze?

Teilen Sie große Flächen in natürliche Abschnitte ein, zum Beispiel von Ecke zu Ecke oder von Fenster zu Fenster. Halten Sie die Farbkante während der Arbeit nass und rollen Sie nicht zu weit auf einer Fläche weiter, die bereits anzutrocknen beginnt. Eine zweite Person kann Material anreichen, Kanten kontrollieren und den Arbeitsablauf verbessern.

Rollen Sie die Farbe nicht zu dünn aus. Zu wenig Material deckt schlecht und verliert schneller seine Schutzwirkung. Zu viel Farbe kann Läufer, Unterschiede in der Oberflächenstruktur und längere Trocknungszeiten verursachen. Arbeiten Sie mit gleichmäßigem Druck und reinigen Sie Pinsel und Rollen nach Arbeitspausen.

Was müssen Sie bei neuem Putz beachten?

Frischer Putz muss ausreichend abbinden und trocknen. Die erforderliche Wartezeit hängt von der Putzart, der Schichtdicke, dem Wetter und den Herstellerangaben ab. Auf einem zu jungen oder noch feuchten Untergrund entstehen leicht Flecken, Risse oder Haftungsprobleme. Lassen Sie neuen mineralischen Putz deshalb vor dem Fassadenanstrich fachgerecht beurteilen, wenn unklar ist, wie lange Sie warten müssen.

Wie bleibt Fassadenfarbe lange erhalten?

Ein guter Anstrich sollte regelmäßig kontrolliert werden. Prüfen Sie die Fassade mindestens einmal im Jahr, am besten nach dem Winter und vor der feuchten Jahreszeit. Entfernen Sie Schmutz, Laub und Bewuchs rechtzeitig. Kleine Schäden lassen sich leichter beheben, bevor Wasser in die Bausubstanz eindringt.

Welche Bereiche sollten Sie besonders im Blick behalten?

  • Sockel: Achten Sie auf Spritzwasser, Erde, Frostschäden und abblätternde Farbe.
  • Fenster und Türen: Prüfen Sie Anschlussfugen, Risse und Stellen, an denen Wasser hinter den Anstrich gelangen kann.
  • Regenwasserableitung: Undichte oder verstopfte Dachrinnen und Fallrohre durchnässen die Fassade. Bei einer Renovierung lohnt es sich, das Fallrohrsystem des Hauses zu überprüfen.
  • Wetterseiten: Süd- und Westfassaden sind stärker UV-Strahlung und Schlagregen ausgesetzt. Achten Sie dort besonders auf Farbverlust und feine Risse.
  • Bewuchs: Kletterpflanzen und dicht an der Fassade wachsende Sträucher halten Feuchtigkeit an der Wand. Lassen Sie zwischen Bewuchs und Fassadenfläche ausreichend Abstand.

Reinigen Sie verschmutzte Flächen mit einer weichen Bürste und wenig Wasser. Verwenden Sie keine aggressiven Mittel, die den Anstrich oder angrenzende Bauteile angreifen. Wenn eine Stelle immer wieder feucht wird, suchen Sie die Ursache am Dach, Fenster, Balkon, Gelände oder an der Regenwasserableitung.

„Bei Farben und Lacken kommt es nicht nur auf den Farbton an: Auch Emissionen, Inhaltsstoffe und der vorgesehene Einsatzbereich spielen bei der Produktauswahl eine Rolle.“

— Umweltbundesamt, Informationen zu Farben und Lacken

Welche Fehler verkürzen die Haltbarkeit?

  • Auf feuchtem Untergrund streichen: Wasser bleibt im Untergrund und führt zu Blasenbildung, abblätternder Farbe oder Frostschäden.
  • Reinigen auslassen: Staub, Algen und kreidende Rückstände verhindern eine gute Haftung.
  • Ungeeignete Farbe verwenden: Ein nicht passendes System kann Risse oder Abplatzungen verursachen und die Wasserdampfdurchlässigkeit verschlechtern.
  • Nur einmal streichen: Ein Anstrich reicht bei Farbwechseln, stark saugendem Putz oder ungleichmäßiger Deckkraft oft nicht aus.
  • Bei ungeeignetem Wetter arbeiten: Regen, Frost, Nebel, Hitze und Wind beeinflussen die Trocknungszeit und das Erscheinungsbild der Oberfläche.
  • Sicherheitsregeln missachten: Arbeiten in großer Höhe erfordern ein geeignetes Gerüst, persönliche Schutzausrüstung und eine realistische Planung.

Eine sorgfältige Renovierung lässt das Haus optisch frischer wirken und verlängert den Schutz der Fassade. Prüfen Sie den Untergrund, bessern Sie Schäden aus, wählen Sie ein geeignetes Farbsystem und arbeiten Sie in Ruhe. So wird aus dem DIY-Fassadenanstrich eine gleichmäßige Farbschicht mit lang anhaltendem Schutz vor Witterungseinflüssen.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt, um eine Fassade zu streichen?
Streichen Sie die Fassade bei trockenem, beständigem Wetter und Temperaturen innerhalb des vom Hersteller angegebenen Bereichs, meist zwischen 10 und 25 Grad Celsius. Vermeiden Sie Regen, Nebel, Frost, starken Wind und direkte Mittagssonne. Prüfen Sie die Wettervorhersage für die gesamte Trocknungszeit und lassen Sie den Untergrund vollständig trocknen.
Wie lange hält ein neuer Fassadenanstrich?
Die Haltbarkeit hängt von der Farbe, dem Untergrund, der Wetterseite und der Pflege ab. Kontrollieren Sie die Fassade einmal im Jahr. Wenn die Farbe abblättert, stark kreidet oder Risse entstehen, sollten Sie eine Renovierung planen. Ein fester Zeitraum von zehn Jahren passt nicht zu jedem Haus. Süd- und Westfassaden altern meist schneller.
Welche Fassadenfarbe eignet sich für mein Haus?
Wählen Sie die Farbe passend zum Untergrund und zum vorhandenen Anstrich. Silikatfarbe eignet sich besonders für mineralische Oberflächen, Silikonharzfarbe bietet guten Witterungsschutz und Dispersionsfarbe passt zu vielen tragfähigen Altanstrichen. Entscheidend ist ein gut aufeinander abgestimmtes System aus Grundierung und Schlussanstrich. Beachten Sie immer die Herstellerangaben.
Kann ich die Fassade selbst streichen?
Ja, bei einem niedrigen, gut zugänglichen Haus können Sie die Fassade selbst streichen. Sie benötigen einen tragfähigen Untergrund, sichere Arbeitsbedingungen in der Höhe, geeignete Farbe und ausreichend Zeit. Größere Risse, feuchte Wände, schwer erreichbare Flächen oder unbekannte Altanstriche sollten Sie einem Fachbetrieb überlassen.
Wie viel Fassadenfarbe brauche ich für mein Haus?
Messen Sie die Fassadenfläche aus, ziehen Sie Fenster und Türen ab und teilen Sie das Ergebnis durch die Reichweite der Farbe. Multiplizieren Sie die benötigte Menge mit der Anzahl der Anstriche und rechnen Sie etwa zehn Prozent Reserve ein. Die tatsächliche Reichweite hängt von Untergrund, Struktur und Saugfähigkeit ab.
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