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Gurkensorten entdecken: Vielfalt für Ihren Gemüsegarten

Von Snackgurken bis Einlegegurken – finden Sie die passende Sorte für Boden, Klima und Verwendung.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 16.08.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Die Vielfalt der Gurkensorten teilt sich in zwei Hauptgruppen: Schlangengurken für das Gewächshaus und Freilandgurken für Beet oder Kübel. Entscheidend ist der Platz. Schlangengurken ranken hoch und brauchen Stützen, während buschige Freilandsorten wie 'Bush Champion' kompakt wachsen. Für kühle Regionen wählen Sie robuste Sorten wie 'Vorgebirgstrauben'. Snackgurken ernten Sie jung, Einlegegurken lassen Sie ausreifen.

Gurkensorten entdecken: Vielfalt für Ihren Gemüsegarten

Gurken sind mehr als nur grüne Stangen im Salat. Die Welt der Gurkensorten bietet Schlangengurken, robuste Freilandtypen, knackige Snackgurken und aromatische Einlegegurken. Ihre Wahl bestimmt den Erfolg im Gemüsegarten.

Passen Sie die Sorte an Ihren Standort an. Haben Sie ein Gewächshaus, ein sonniges Beet oder nur einen großen Kübel? Jede Sorte hat spezifische Ansprüche an Platz, Wärme und Pflege. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede.

Wie teilt man Gurkensorten ein?

Die erste Unterscheidung betrifft den Anbauort. Schlangengurken, auch Salatgurken genannt, brauchen das geschützte, warme Klima eines Gewächshauses. Sie sind lang, glattschalig und sehr ertragreich.

Freilandgurken sind robuster. Sie vertragen kühlere Nächte und entwickeln oft eine festere, manchmal stachelige Schale. Zu ihnen zählen Einlegegurken, Schälgurken und viele kompakte Snacksorten.

Die zweite Einteilung erfolgt nach Verwendung: Salatgurken für den Rohgenuss, Einlegegurken zum Konservieren und Schälgurken für gekochte Gerichte.

Die Sortenwahl ist der erste Schritt zum Gurkenglück. Eine Freilandsorte im Gewächshaus wird nicht besser, aber eine Schlangengurke im Freien scheitert oft an unseren Temperaturen.

Marlene Berger, Gemüsegärtnerin

Schlangengurken für Gewächshaus und Hochbeet

Schlangengurken wie 'Cum Laude' oder 'Dominica' sind parthenokarp. Sie bilden ohne Bestäubung Früchte. Das ist im Gewächshaus ideal. Pflanzen Sie sie nicht neben Freilandsorten, deren Bestäubung zu bitteren, missgebildeten Früchten führen kann.

Sie ranken mehrere Meter hoch. Planen Sie stabile Kletterhilfen ein. Ein Spalier aus dem Gartenzubehör gibt Halt. Die Ernte beginnt im Hochsommer und geht bis zum ersten Frost.

Profi-Tipp

Schneiden Sie bei Schlangengurken die ersten Seitentriebe nach dem zweiten Blatt ab. So lenken Sie die Kraft der jungen Pflanze in den Haupttrieb. Später können Sie Seitentriebe belassen, um den Ertrag zu steigern.

Robuste Freilandgurken

Freilandgurken brauchen Sonne und Windschutz. Gute Sorten sind 'Vorgebirgstrauben' (samenfest, ertragreich) oder 'Bush Champion' (buschig, für Kübel). Sie werden von Bienen bestäubt. Ihre Früchte sind kürzer, oft warzig.

Sie sind die bessere Wahl für Anfänger oder Gärten ohne Gewächshaus. Sie sind widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen. Eine Abdeckung mit Gartenvlies schützt in kühlen Nächten.

Welche Sorte passt zu meinem Garten?

Beantworten Sie drei Fragen: Wie viel Platz habe ich? Wie ist mein Klima? Was will ich ernten?

Für kleine Gärten oder Balkone wählen Sie buschige Sorten. 'Picolino' oder 'Bush Champion' wachsen kompakt. Sie brauchen keinen Meter hohen Rankturm. Ein großer Kübel mit guter Erde genügt.

bietet eine praktische Anbaufläche.

In kühlen, regnerischen Regionen setzen Sie auf robuste, frühreife Freilandsorten. 'Vorgebirgstrauben' oder 'Helena' trotzen schlechterem Wetter. Ein warmer, geschützter Standort vor einer Südwand hilft.

Möchten Sie einlegen? Pflanzen Sie spezielle Einlegegurken wie 'Excelsior' oder 'Charlotte'. Sie bleiben klein und haben die perfekte Form für Gläser. Für den täglichen Snack sind minzige Sorten wie 'Iznik' oder 'Printo' ideal.

Wichtiger Hinweis

Kaufen Sie Saatgut oder Jungpflanzen bewusst. F1-Hybridsorten (wie viele moderne Schlangengurken) sind ertragreich und resistent, aber ihre Samen sind nicht nachbaufähig. Für eigenes Saatgut benötigen Sie samenfeste Sorten.

Wie gelingt der Anbau von der Aussaat bis zur Ernte?

Gurken sind wärmeliebend. Säen Sie sie frühestens Mitte April auf der Fensterbank vor. Verwenden Sie Töpfe, da Gurken Pikieren nicht gut vertragen. Legen Sie die Samen flach in Anzuchterde.

Nach den Eisheiligen kommen die Pflanzen ins Freie. Gewöhnen Sie sie langsam an die Sonne. Der Boden sollte locker, humusreich und warm sein. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen Kompost ein. Eine Schicht Mulch hält die Feuchtigkeit.

Gurken haben flache Wurzeln. Hacken Sie vorsichtig. Besser ist das Mulchen mit Stroh oder Rasenschnitt. Das schützt die Wurzeln, unterdrückt Unkraut und hält den Boden feucht.

Der häufigste Fehler ist Trockenstress gefolgt von Überwässerung. Gurken brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit. Ein unregelmäßiger Wasserhaushalt führt zu bitteren Früchten und begünstigt die Welkekrankheit.

Dr. Thomas Meyer, Pflanzenpathologe

Die richtige Pflege im Sommer

Gießen Sie regelmäßig und durchdringend. Morgens ist die beste Zeit. Gießen Sie direkt auf den Boden, nicht über die Blätter. Nasse Blätter fördern Mehltau. Ein Gießsystem mit Tropfschlauch ist ideal.

Düngen Sie nach. Gurken sind Starkzehrer. Geben Sie alle zwei Wochen einen flüssigen Gemüsedünger ins Gießwasser. Organischer Dünger wie Brennnesseljauche liefert Nährstoffe.

Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge wie Blattläuse oder die Weiße Fliege. Gelbtafeln helfen bei der Kontrolle im Gewächshaus. Bei Mehltau entfernen Sie befallene Blätter sofort.

Zusätzlicher Rat

Pflanzen Sie Gurken nie mehrere Jahre hintereinander am selben Standort. Das erhöht die Gefahr von bodenbürtigen Krankheiten. Gute Vorfrüchte sind Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen, schlechte sind andere Kürbisgewächse wie Zucchini.

Wie ernte und lagere ich Gurken richtig?

Ernten Sie Salat- und Snackgurken jung. Dann sind sie am saftigsten und die Pflanzen tragen länger. Schneiden Sie die Frucht mit einem Messer ab, reißen Sie nicht. Sie verletzen sonst die rankenden Triebe.

Einlegegurken ernten Sie im gewünschten Stadium. Für Cornichons pflücken Sie sie sehr klein. Für Gewürzgurken lassen Sie sie länger wachsen. Je größer, desto fester wird das Fruchtfleisch.

Frisch geerntete Gurken lagern Sie am besten im Kühlschrank. Sie halten sich etwa eine Woche. Wickeln Sie sie nicht in Plastik ein. Besser ist ein leicht feuchtes Tuch. Gurken sind kälteempfindlich, lagern Sie sie nicht unter 8 Grad.

Krankheiten vorbeugen und behandeln

Echter und Falscher Mehltau sind die größten Probleme. Echter Mehltau zeigt weiße Flecken auf den Blättern, Falscher Mehltau gelbe Flecken auf der Oberseite mit grauem Pilzrasen darunter.

Vorbeugung ist alles: Ausreichender Pflanzabstand für gute Luftzirkulation, morgens gießen, resistente Sorten wählen. Bei Befall entfernen Sie kranke Blätter. Bei starkem Befall helfen zugelassene Fungizide aus dem Fachhandel.

Die Gurkenwelke, verursacht durch Pilze im Boden, lässt ganze Pflanzen plötzlich welken. Hier hilft nur Vorbeugung durch Fruchtwechsel und resistente Sorten. Befallene Pflanzen entfernen Sie komplett mit Wurzelballen.

Praktische Helfer für die Gurkenzucht

Die richtige Ausstattung macht die Arbeit leichter. Für die Anzucht sind Produkte wie praktisch. Ein stabiles Rankgerüst aus dem Sortiment für Gartenaustattung ist für Schlangengurken unverzichtbar.

Ein Gewächshaus verlängert die Saison und schützt vor Regen. bietet eine platzsparende Lösung auf Tischhöhe. Für die Bewässerung sorgt ein passender Gartenschlauch oder eine Tropfbewässerung für gleichmäßige Feuchtigkeit.

Nach der Ernte wird verarbeitet. Für die Lagerung von Einmachgläsern oder die Dekoration des Gartenhauses bietet

eine stimmungsvolle Sitzgelegenheit mit passendem Motiv.

Entdecken Sie die Vielfalt. Mit der passenden Sorte und einfacher Pflege ernten Sie den ganzen Sommer über knackige Gurken aus eigenem Anbau.

Häufige Fragen

Welche Gurkensorte eignet sich für einen kleinen Balkon?
Für den Balkon wählen Sie kompakte, buschig wachsende Freilandsorten. 'Bush Champion' oder 'Picolino' gedeihen gut in großen Kübeln. Sie ranken kaum und brauchen keine hohen Spaliere. Ein sonniger, windgeschützter Standort und gleichmäßiges Gießen sind entscheidend. Ernten Sie die Früchte jung, um die Pflanze zu weiterem Ertrag anzuregen.
Warum werden meine Gurken bitter?
Bitterstoffe in Gurken entstehen oft durch Stress. Ungleichmäßige Wasserversorgung, starke Temperaturschwankungen oder Verletzungen der Wurzeln beim Hacken können die Ursache sein. Gießen Sie regelmäßig und mulchen Sie den Boden. Ernten Sie Früchte nicht bei großer Hitze. Moderne Züchtungen wie 'Cum Laude' oder 'Dominica' sind weitgehend bitterfrei.
Kann ich Gurkensamen aus eigenen Früchten gewinnen?
Ja, aber mit Einschränkung. Samen aus F1-Hybriden bringen in der nächsten Generation uneinheitliche Pflanzen hervor. Verwenden Sie nur Samen von samenfesten Sorten wie 'Vorgebirgstrauben'. Lassen Sie eine gesunde Frucht vollständig ausreifen und vergilben. Entnehmen Sie die Samen, fermentieren Sie sie kurz und trocknen Sie sie gründlich, bevor Sie sie kühl und dunkel lagern.
Wie oft muss ich Gurken im Gewächshaus gießen?
Gurken im Gewächshaus brauchen viel Wasser. An heißen Tagen gießen Sie täglich, am besten morgens direkt an die Wurzeln. Vermeiden Sie Staunässe. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus begünstigt Pilzkrankheiten. Lüften Sie regelmäßig. Eine Mulchschicht aus Stroh hält den Boden feucht und schützt die flachen Wurzeln.
Was ist der Unterschied zwischen Einlege- und Schälgurken?
Einlegegurken sind klein, fest und stachelig. Sie haben ein festes Fruchtfleisch und eignen sich durch ihre Größe perfekt fürs Einmachen. Schälgurken sind größer, haben eine dickere, oft gelbliche Schale und werden meist geschält und gekocht, beispielsweise für Schmorgerichte. Für den Rohverzehr sind beide Sorten weniger geeignet als Salat- oder Snackgurken.
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