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How to Care for and Prune Clematis 'Josephine'

How to encourage healthy shoots, repeat flowering and a profusion of blooms.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 20.09.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Clematis 'Josephine' steht an einem sonnigen bis halbschattigen Standort mit kühlem, feuchtem Wurzelbereich und stabilem Rankgerüst. Als großblumige Clematis der Schnittgruppe 2 schneiden Sie sie im Spätwinter vorsichtig und entfernen schwache Triebe. Regelmäßiges Gießen, Kompost und Winterschutz sichern eine lange Blüte von Frühjahr bis Spätsommer.

Clematis 'Josephine' verbindet große, gefüllte Blüten mit einer langen Blütezeit. Damit die Kletterpflanze ihr Potenzial zeigt, braucht sie ein stabiles Rankgerüst, gleichmäßige Feuchtigkeit und einen gezielten Schnitt. Die Sorte zählt zur Schnittgruppe 2 und verlangt deshalb mehr Zurückhaltung als viele sommerblühende Clematis.

Wie wächst Clematis 'Josephine' und wann blüht sie?

Was macht die Sorte besonders?

Clematis 'Josephine', häufig unter dem Sortennamen 'Josephine Evijohill' geführt, gehört zu den großblumigen Hybriden. Ihre gefüllten Blüten erscheinen meist in Rosatönen und öffnen sich an den Trieben aus dem Vorjahr. Je nach Standort erreicht die Kletterpflanze ungefähr 2 bis 2,5 Meter Höhe.

Die erste Blüte beginnt oft im Mai oder Juni. Nach einer Ruhephase bildet 'Josephine' an den neuen Seitentrieben weitere Blüten, häufig bis in den Spätsommer. Diese Nachblüte gelingt nur, wenn Sie beim Frühjahrsschnitt genügend älteres Holz stehen lassen.

Welche Triebe tragen die Blüten?

Clematis 'Josephine' klettert nicht mit Haftwurzeln. Sie hält sich mit ihren Blattstielen an dünnen Stäben, Drähten oder Ranknetzen fest. Ein grobes Gerüst mit waagerechten und senkrechten Elementen gibt den Trieben Halt und verteilt die Blüten gleichmäßig.

„Prune group two clematis lightly in late winter or early spring.“

Royal Horticultural Society, „Clematis: pruning“
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Die gefüllten Blüten von Clematis 'Josephine' entwickeln sich an älterem und neuem Holz.

Welcher Standort passt zu Clematis 'Josephine'?

Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit mindestens vier Stunden Licht. Morgensonne und helle Nachmittagssonne fördern die Blüte, während ein heißer Standort an einer ungeschützten Südwand die Blätter und den Wurzelbereich austrocknen kann.

Die Triebe dürfen Sonne bekommen, die Wurzeln brauchen es dagegen kühl und gleichmäßig feucht. Eine niedrige Staude, eine Mulchschicht oder ein flacher Pflanzkübel vor dem Fuß hält die Erde länger frisch. Lassen Sie trotzdem Luft an die Pflanzenbasis, damit sich keine dauerhafte Nässe staut.

Welcher Boden unterstützt kräftiges Wachstum?

Clematis 'Josephine' wächst in humoser, nährstoffreicher und durchlässiger Erde. Lockern Sie schwere Lehmböden mit reifem Kompost und grobem Sand. Bei sehr sandigem Boden verbessert Kompost die Wasserspeicherung, ohne die Drainage zu verschlechtern.

Der Boden sollte weder austrocknen noch nach Regen tagelang nass bleiben. Prüfen Sie vor dem Pflanzen, ob Wasser versickert. In einem verdichteten Untergrund legen Sie eine ausreichend tiefe Pflanzgrube an und verbessern die Erde großflächig statt nur direkt am Wurzelballen.

Wie viel Platz braucht die Wurzel?

Setzen Sie die Clematis mit dem Wurzelballen etwa 5 bis 10 Zentimeter tiefer ein, als sie im Topf stand. Diese Pflanztiefe schützt die unteren Knospen und erleichtert der Pflanze den Neuaustrieb nach Frost- oder Pilzschäden. Halten Sie zwischen Hauswand und Pflanzloch ungefähr 20 Zentimeter Abstand, damit Regen die Wurzeln erreicht.

Profi-Tipp

Schattieren Sie den Wurzelbereich nicht mit einer dicken, luftundurchlässigen Folie. Eine lockere Schicht aus Laub, Kompost oder feinem Rindenhumus hält die Erde kühl und lässt Wasser sowie Luft an die Wurzeln.

Wie pflanzen und versorgen Sie die Kletterpflanze richtig?

So setzen Sie Clematis 'Josephine' ins Beet

Der frühe Herbst und das Frühjahr eignen sich zum Pflanzen. Im Herbst erwärmt sich der Boden noch lange, im Frühjahr können Sie die Wasserversorgung besonders gut kontrollieren. Pflanzen Sie nicht in gefrorene oder völlig durchnässte Erde.

  1. Wässern Sie den Topfballen gründlich, bis keine trockene Erde mehr abperlt.
  2. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das mindestens doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen ist.
  3. Lockern Sie die Sohle und mischen Sie den Aushub mit reifem Kompost.
  4. Setzen Sie die Clematis leicht vertieft ein und richten Sie die Triebe zum Rankgerüst.
  5. Schlämmen Sie die Erde mit reichlich Wasser ein und bedecken Sie den Wurzelbereich locker.

Frischer Stallmist und konzentrierter Dünger gehören nicht ins Pflanzloch. Sie können die empfindlichen Wurzeln schädigen. Nutzen Sie stattdessen gut verrotteten Kompost und arbeiten Sie ihn in die obere Bodenschicht ein.

Wie gießen Sie Clematis 'Josephine'?

In den ersten zwei Jahren entscheidet eine gleichmäßige Wasserversorgung über den Aufbau der Pflanze. Gießen Sie durchdringend, sobald die oberen 3 bis 5 Zentimeter Erde trocken sind. Kleine Wassergaben befeuchten nur die Oberfläche und fördern flache Wurzeln.

Bei Hitze kontrollieren Sie den Boden täglich. Eine ausgewachsene Clematis kommt mit kurzen trockenen Phasen besser zurecht, wenn sie tief eingewurzelt ist. Gießen Sie morgens direkt auf die Erde und vermeiden Sie dauerhaft nasse Blätter, besonders an kühlen Tagen.

Für eine passende Ausstattung finden Sie in der Kategorie Gartenbewässerung geeignete Lösungen für Beete und Kübel. Eine einfache Tropfbewässerung versorgt den Wurzelbereich langsam und gleichmäßig.

Wann und womit düngen Sie?

Geben Sie im März oder April eine dünne Schicht reifen Kompost auf die Erde. Alternativ eignet sich ein organischer Langzeitdünger für Blühpflanzen. Nach dem ersten Flor können Sie sparsam nachdüngen, wenn die Pflanze blass wächst oder nur wenige Knospen ansetzt.

Zu viel Stickstoff produziert lange, weiche Triebe und viele Blätter, aber weniger Blüten. Eine bedarfsgerechte Auswahl finden Sie im Bereich Dünger. Halten Sie den Dünger vom direkten Stängelkontakt fern und wässern Sie anschließend gründlich.

Wie wählen Sie die Rankhilfe?

Das Rankgerüst muss die ausgewachsene Pflanze und nasse Blätter sicher tragen. Dünne Drähte oder Stäbe mit einem Abstand von etwa 8 bis 12 Zentimetern passen zu den Blattstielen. Führen Sie junge Triebe früh zum Gerüst, ohne sie fest abzuschnüren.

Kontrollieren Sie im Sommer regelmäßig, ob sich Triebe lösen. Weiche Pflanzenbinder verhindern Einschnürungen. Passendes Zubehör finden Sie im Bereich Garten- und Pflanzenzubehör. Ein Rankgerüst direkt an der Hauswand braucht Abstand, damit die Luft zirkuliert.

Welche Clematis passen als Alternative?

Wenn Sie eine weitere Clematis für eine Pergola, einen Zaun oder eine Hauswand suchen, unterscheiden sich die Sorten deutlich in Wuchs und Schnittzeitpunkt. Die folgenden Pflanzen eignen sich als thematisch passende Ergänzungen, brauchen aber jeweils ihre eigene Pflege:

Zusätzlicher Rat

Vergleichen Sie vor dem Kauf immer die Schnittgruppe der neuen Clematis mit 'Josephine'. Berg-Waldreben blühen meist am alten Holz und werden nach der Blüte geschnitten. Ein gemeinsamer Rückschnitt im Spätwinter würde bei diesen Sorten viele Blütenknospen entfernen.

Wie schneiden Sie Clematis 'Josephine' richtig?

Warum gehört 'Josephine' zur Schnittgruppe 2?

Die Sorte bildet Blüten an vorjährigen Trieben und später an neuen Seitentrieben. Deshalb brauchen Sie einen moderaten Schnitt. Er hält das Grundgerüst stabil, entfernt schwaches Holz und schafft Platz für junge, blühfreudige Triebe.

Der beste Zeitpunkt liegt Ende Februar oder im März, wenn die stärksten Fröste vorbei sind. Warten Sie nicht bis zum vollständigen Austrieb. Sobald die Knospen deutlich schwellen, erkennen Sie gesunde Triebe leichter und vermeiden unnötige Schäden.

Wie gehen Sie beim Frühjahrsschnitt vor?

  1. Prüfen Sie zuerst das Rankgerüst und lösen Sie beschädigte oder eingewachsene Bindungen.
  2. Schneiden Sie abgestorbene, dünne und verletzte Triebe direkt über einem gesunden Ansatz ab.
  3. Entfernen Sie schwache Seitentriebe, die kaum Knospen tragen.
  4. Kürzen Sie kräftige Triebe nur leicht bis zu einem Paar kräftiger Knospen, meist auf etwa ein bis zwei Drittel ihrer Länge.
  5. Leiten Sie die verbleibenden Triebe neu am Gerüst entlang und binden Sie sie locker an.

Verwenden Sie eine scharfe, saubere Gartenschere. Quetscht die Klinge den Trieb, trocknet die Schnittstelle langsamer ab. Eine Auswahl geeigneter Gartenwerkzeuge erleichtert einen sauberen Schnitt.

Wichtiger Hinweis

Schneiden Sie eine etablierte Clematis 'Josephine' nicht jedes Jahr bis auf 20 oder 30 Zentimeter zurück. Dieser starke Schnitt entfernt das alte Holz mit den frühen Blütenknospen und kann die Blüte um Wochen verschieben. Nur bei einer jungen, frisch gepflanzten Pflanze kann ein einmaliger Aufbau-Schnitt sinnvoll sein.

Wie fördern Sie die zweite Blüte?

Entfernen Sie verwelkte Blüten nach dem ersten Flor, bevor die Pflanze viel Energie in Samenstände steckt. Kürzen Sie den jeweiligen Seitentrieb nur bis zu einem kräftigen Blattpaar oder einer gesunden Knospe. So entstehen neue Verzweigungen für die Spätsommerblüte.

Bei einem starken Rückschnitt nach der ersten Blüte verliert die Pflanze unnötig Blattmasse. Schneiden Sie deshalb selektiv. Dünne, blütenlose Triebe können Sie vollständig entfernen, kräftige Haupttriebe bleiben als Gerüst stehen.

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Bei der Schnittgruppe 2 bleiben kräftige Triebe mit gesunden Knospen stehen.

Wie bleiben Gesundheit und Blütenpracht erhalten?

Wie schützen Sie die Clematis im Winter?

Eine ältere, gut eingewurzelte Clematis 'Josephine' übersteht den Winter im Beet meist ohne aufwendige Abdeckung. Junge Pflanzen schützen Sie in den ersten zwei bis drei Jahren mit einer lockeren Schicht aus Laub, Kompost oder Tannenzweigen über dem Wurzelbereich.

Decken Sie nicht die gesamte Pflanze luftdicht ein. Feuchte, stehende Luft begünstigt Pilzkrankheiten. Bei Clematis im Topf isolieren Sie den Kübel mit Jute oder Vlies und stellen ihn auf Holz oder eine isolierende Platte.

„Clematis are best planted with their roots in the shade and their heads in the sun.“

Royal Horticultural Society, „Clematis: planting and growing guide“

Wie erkennen Sie typische Pflegefehler?

Gelbe Blätter entstehen häufig durch Staunässe, Trockenstress oder einen Nährstoffmangel. Prüfen Sie zuerst die Bodenfeuchte, bevor Sie düngen. Ein heller Standort, luftige Triebe und ein gleichmäßig feuchter Boden beugen vielen Problemen vor.

Bei der Clematiswelke können einzelne Triebe plötzlich erschlaffen und vertrocknen. Schneiden Sie befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurück und entsorgen Sie das Schnittgut im Hausmüll. Reinigen Sie die Schere danach mit Alkohol oder einem geeigneten Desinfektionsmittel.

Was tun Sie gegen Schädlinge?

Blattläuse sitzen oft an jungen Triebspitzen. Ein kräftiger Wasserstrahl entfernt einen Teil der Tiere, solange die Pflanze nicht unter Trockenstress steht. Bei Schnecken helfen Barrieren und regelmäßige Kontrollen am Abend, besonders bei jungen Pflanzen.

Spinnmilben treten vor allem bei heißer, trockener Luft auf. Gießen Sie den Boden regelmäßig und verbessern Sie die Luftfeuchtigkeit im Umfeld, ohne die Blätter dauerhaft nass zu halten. Stark geschädigte Triebe schneiden Sie zurück.

Pflegekalender für Clematis 'Josephine'

  • Februar bis März: Schnittgruppe 2 kontrollieren, schwache Triebe entfernen und kräftige Triebe leicht einkürzen.
  • April: Rankhilfe prüfen, Kompost oder organischen Dünger ausbringen und den Boden gleichmäßig feucht halten.
  • Mai bis Juni: Erste Blüte beobachten, Triebe anbinden und bei Trockenheit durchdringend gießen.
  • Juli bis August: Verblühte Blüten entfernen, Seitentriebe leicht zurückschneiden und die Nachblüte fördern.
  • September bis November: Wasserversorgung vor dem Frost kontrollieren, junge Pflanzen schützen und Topf-Clematis isolieren.

Mit diesem Rhythmus bleibt die Clematis-Pflege überschaubar. Entscheidend sind ein kühler Wurzelbereich, ein durchlässiger Boden und ein Schnitt, der das alte Holz nicht vollständig entfernt. So entwickelt Clematis 'Josephine' jedes Jahr neue Triebe und eine zuverlässige Blütenpracht.

Häufige Fragen

Wann schneiden Sie Clematis 'Josephine'?
Clematis 'Josephine' gehört zur Schnittgruppe 2. Schneiden Sie sie Ende Februar oder im März, sobald starke Fröste vorbei sind. Entfernen Sie abgestorbene und schwache Triebe vollständig und kürzen Sie kräftige Triebe nur bis zu einem Paar gesunder Knospen. Nach der ersten Blüte fördert ein leichter Rückschnitt die Nachblüte.
Welche Schnittgruppe hat Clematis 'Josephine'?
Die Sorte gehört zur Schnittgruppe 2. Sie blüht zunächst an vorjährigen Trieben und später an neuem Holz. Deshalb brauchen Sie einen moderaten Aufbau-Schnitt, der das Grundgerüst erhält. Ein radikaler Rückschnitt auf Bodenhöhe entfernt die Triebe für die frühe Blüte und verschiebt den ersten Flor deutlich.
Wie viel Sonne braucht Clematis 'Josephine'?
Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit vier bis sechs Stunden Licht täglich passt gut. Die Blätter und oberen Triebe dürfen Sonne bekommen, der Wurzelbereich sollte kühl bleiben. Mulch, niedrige Stauden oder ein Pflanztopf vor dem Fuß schützen vor austrocknender Hitze, ohne Staunässe zu erzeugen.
Warum blüht meine Clematis 'Josephine' nicht ein zweites Mal?
Eine schwache Nachblüte entsteht meist durch Trockenstress, zu viel Stickstoff, fehlendes Licht oder einen zu späten beziehungsweise zu starken Schnitt. Gießen Sie gleichmäßig, düngen Sie maßvoll und entfernen Sie verblühte Blütenstände. Kürzen Sie die blühenden Seitentriebe nach dem ersten Flor nur leicht bis zu gesunden Knospen.
Wie schützen Sie Clematis 'Josephine' im Winter?
Im Beet genügt bei älteren Pflanzen meist eine lockere Mulchschicht aus Laub oder Rindenhumus über dem Wurzelbereich. Junge Pflanzen und Clematis im Topf schützen Sie zusätzlich mit Jute oder Vlies. Stellen Sie Töpfe windgeschützt und isolieren Sie den Topf, damit der Wurzelballen nicht durchfriert.
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