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Schiefteller Pflege: So gedeiht Ihre Episcia

Die wichtigsten Pflegeregeln für diese filigrane Blattschmuckpflanze.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 10.08.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Ein Schiefteller (Episcia) braucht einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne, eine hohe Luftfeuchtigkeit und gleichmäßig feuchte, aber niemals nasse Erde. Verwenden Sie eine lockere, durchlässige Mischung aus Blumenerde, Kokosfasern und Perliten. Gießen Sie mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser und düngen Sie von März bis Oktober alle zwei Wochen schwach mit Grünpflanzendünger.

Wie pflege ich einen Schiefteller richtig?

Der Schiefteller, botanisch Episcia, fasziniert mit seinen samtigen, oft silbrig gemusterten Blättern. Seine Pflege ist nicht kompliziert, folgt aber klaren Regeln. Die wichtigsten Faktoren sind Licht, Luftfeuchtigkeit und Wasser.

Vergessen Sie die Idee, diese Pflanze in eine dunkle Ecke zu stellen. Sie braucht Helligkeit. Doch Vorsicht vor der prallen Mittagssonne, die die zarten Blätter verbrennen kann.

Profi-Tipp

Stellen Sie Ihre Episcia in ein Ost- oder Westfenster. Dort erhält sie die nötige Morgen- oder Abendsonne ohne die aggressive Mittagshitze. Ein Südfenster ist nur mit einer leichten Beschattung durch einen Vorhang geeignet.

Die Luftfeuchtigkeit ist der zweite Schlüssel zum Erfolg. Trockene Heizungsluft führt schnell zu braunen Blatträndern. Besprühen Sie die Pflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser, oder stellen Sie sie auf eine mit Wasser und Kieseln gefüllte Schale.

Die richtige Erde und das passende Gießen schließen den Kreis. Eine lockere, luftige Mischung ist Pflicht. Gießen Sie, wenn die Oberfläche trocken ist, aber lassen Sie die Wurzeln nie im Wasser stehen.

Welcher Standort ist ideal für die Episcia?

Der Standort entscheidet über Wuchs und Farbenpracht Ihrer Episcia. Diese Pflanzen stammen aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Sie leben dort im Unterwuchs, geschützt vor direkter Sonne, aber in konstanter Wärme und hoher Feuchtigkeit.

Ihr Ziel ist es, diese Bedingungen nachzuahmen. Ein Platz im Badezimmer mit einem Fenster kann daher perfekt sein. Auch helle, aber nicht vollsonnige Wintergärten oder Vitrinen bieten ein gutes Klima.

Vermeiden Sie Zugluft und kalte Fensterbänke im Winter. Temperaturen unter 15°C schaden der Pflanze nachhaltig. Die ideale Temperatur liegt ganzjährig zwischen 18 und 24°C.

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Wie gieße und dünge ich meinen Schiefteller?

Gießen ist eine Wissenschaft für sich. Bei der Episcia gilt die Devise: Gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Nässe. Verwenden Sie zimmerwarmes Wasser, idealerweise Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser.

Kalkflecken auf den samtigen Blättern sind hässlich und schwer zu entfernen. Gießen Sie daher direkt auf die Erde, nicht über die Blätter. Lassen Sie überschüssiges Wasser im Untersetzer nicht länger als 15 Minuten stehen.

Wichtiger Hinweis

Staunässe ist der häufigste Grund für das Absterben eines Schieftellers. Die feinen Wurzeln faulen schnell. Achten Sie auf eine Topfunterschale, die Sie nach dem Gießen leeren. Ein durchlässiges Substrat ist ebenso wichtig wie ein Abflussloch im Topf.

Die Düngung unterstützt das Wachstum der prächtigen Blätter und der kleinen, trompetenförmigen Blüten. Von März bis Oktober geben Sie alle zwei Wochen einen flüssigen Grünpflanzendünger mit dem Gießwasser. Halbieren Sie die auf der Packung angegebene Dosis.

Im Winter stellen Sie die Düngung fast komplett ein. Die Pflanze wächst dann kaum und kann die Nährstoffe nicht verwerten. Ein Überschuss schadet den Wurzeln.

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Welches Substrat braucht der Schiefteller?

Die falsche Erde erstickt die Wurzeln. Verwenden Sie keine schwere, verdichtete Standard-Blumenerde. Mischen Sie sich Ihr eigenes Substrat oder kaufen Sie spezielle Erde für Gesneriengewächse oder Anthurien.

Eine gute Basis-Mischung besteht aus:

  • Einem Teil hochwertiger Blumenerde
  • Einem Teil Kokosfasern (zur Lockerung)
  • Einem Teil Perliten oder Blähtonbruch (für die Drainage)

Diese Mischung speichert Feuchtigkeit, lässt aber gleichzeitig Luft an die Wurzeln. Sie verhindert, dass die Erde zu einem festen Klumpen zusammenbackt.

„Die Wurzeln der Episcia sind fein und empfindlich. Sie benötigen ein Substrat, das atmen kann. Eine zu dichte Erde führt unweigerlich zu Wurzelfäule, auch wenn man sparsam gießt.“

Marianne L., Pflanzenexpertin und Autorin

Ein Zusatz von Holzkohlebruch im Substrat wirkt antiseptisch und beugt Pilzbefall vor. Umtopfen Sie Ihren Schiefteller alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr, wenn der Topf vollständig durchwurzelt ist.

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Wie vermehre ich meine Episcia?

Die Vermehrung eines Schieftellers ist einfach und lohnend. Die Pflanze selbst zeigt Ihnen den Weg: Sie bildet lange, dünne Ausläufer, an deren Ende kleine Tochterpflanzen (Kindel) wachsen.

Schneiden Sie einen solchen Ausläufer mit einer scharfen, sauberen Schere ab, sobald die Jungpflanze einige eigene Wurzeln gebildet hat. Setzen Sie sie direkt in einen kleinen Topf mit dem beschriebenen lockeren Anzuchtsubstrat.

Halten Sie die Erde in den ersten Wochen konstant leicht feucht und stellen Sie den Topf an einen warmen, hellen Ort ohne direkte Sonne. Eine durchsichtige Haube oder ein Gefrierbeutel über dem Topf erhöht die Luftfeuchtigkeit und beschleunigt das Anwachsen.

Zusätzlicher Rat

Sie können die Episcia auch über Blattstecklinge vermehren. Schneiden Sie ein gesundes Blatt mit einem Stück Stiel ab und stecken Sie den Stiel in feuchtes Anzuchtsubstrat. Auch hier fördert eine Abdeckung die Bewurzelung, die jedoch länger dauert als bei der Kindel-Methode.

Nach etwa vier bis sechs Wochen zeigen sich neue Triebe, ein Zeichen für erfolgreiches Wurzelwachstum. Dann können Sie beginnen, die junge Pflanze wie ein ausgewachsenes Exemplar zu pflegen.

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Welche Probleme treten bei der Schiefteller Pflege auf?

Braune Blattspitzen sind das klassische Symptom für zu trockene Luft. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit durch Besprühen oder stellen Sie einen Luftbefeuchter in die Nähe. Auch ein zu sonniger Standort kann zu solchen Verbrennungen führen.

Hängende, schlaffe Blätter deuten meist auf Wassermangel hin. Prüfen Sie die Erde. Ist sie knochentrocken, tauchen Sie den Topf so lange in ein Wasserbad, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

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Wenn die Blätter gelb werden und abfallen, ist oft Staunässe die Ursache. Kontrollieren Sie die Wurzeln. Sind sie matschig und braun, müssen Sie die Pflanze retten. Schneiden Sie alle faulen Wurzeln ab und setzen Sie sie in frische, trockene Erde. Gießen Sie erst nach einigen Tagen sehr vorsichtig wieder an.

Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben können bei zu trockener Luft auftreten. Isolieren Sie die befallene Pflanze und behandeln Sie sie mit einem milden, biologischen Mittel. Eine regelmäßige Dusche mit lauwarmem Wasser beugt vor.

„Viele Pflegefehler bei der Episcia entstehen aus übertriebener Fürsorge. Zu viel Wasser, zu viel Dünger, zu viel Direktsonne – weniger ist hier oft mehr. Beobachten Sie Ihre Pflanze, sie gibt Ihnen die Signale.“

Dr. botan. Felix Weber, Institut für Zierpflanzenbau

Schmierige, klebrige Blätter können auf Schildläuse hinweisen. Diese sitzen oft an den Blattunterseiten und an den Blattadern. Entfernen Sie sie mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen.

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Wie überwintere ich meinen Schiefteller?

Im Winter reduzieren Sie die Pflege deutlich. Gießen Sie nur noch sporadisch, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Stellen Sie die Düngung von Oktober bis Februar komplett ein.

Der Standort sollte auch im Winter hell bleiben. Ein Platz direkt über der Heizung ist jedoch wegen der trockenen Luft ungünstig. Wenn möglich, stellen Sie die Pflanze an ein kühleres, aber dennoch helles Fenster mit Temperaturen um die III°C.

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Die trockene Heizungsluft ist die größte Herausforderung. Besprühen Sie die Blätter häufiger oder stellen Sie Schalen mit Wasser zwischen die Pflanzen. Ein Luftbefeuchter im Raum hilft nicht nur Ihrer Episcia, sondern auch Ihrer eigenen Gesundheit.

Vermeiden Sie Zugluft beim Lüften. Kalte Luftstöße führen zu Temperaturschocks und Blattfall. Drehen Sie die Pflanze hin und wieder, damit sie gleichmäßig zum Licht wächst und nicht einseitig wird.

Mit dem beginnenden Frühling und den längeren Tagen erwacht die Pflanze wieder zu neuem Leben. Dann können Sie das Gießen langsam steigern und ab März auch wieder mit der Düngung beginnen.

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Häufige Fragen

Warum bekommt mein Schiefteller gelbe Blätter?
Gelbe Blätter beim Schiefteller deuten meist auf zu viel Nässe oder Staunässe hin. Prüfen Sie, ob die Erde im Topf durchlässig ist und ob Sie zu häufig gießen. Auch ein Nährstoffmangel, besonders Stickstoff, kann die Ursache sein. Sorgen Sie für eine gute Drainage und passen Sie Ihr Gießverhalten an.
Wie oft muss ich einen Schiefteller gießen?
Gießen Sie Ihren Schiefteller, wenn die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist. Ein Fingertest gibt Sicherheit. Im Sommer kann dies alle 3-5 Tage, im Winter alle 7-10 Tage der Fall sein. Verwenden Sie zimmerwarmes, kalkarmes Wasser und vermeiden Sie Staunässe im Untersetzer.
Kann ich einen Schiefteller an einem Nordfenster halten?
Ein Nordfenster ist für einen Schiefteller oft zu dunkel. Die Pflanze benötigt helles, indirektes Licht, um ihre intensive Blattfärbung zu entwickeln und zu blühen. Am Nordfenster wächst sie meist nur sparrig mit blassen Blättern. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal.
Wie vermehre ich einen Schiefteller am einfachsten?
Die einfachste Methode ist die Vermehrung über Ableger (Kindel). Die Episcia bildet lange Ausläufer mit kleinen Tochterpflanzen. Schneiden Sie eine solche bewurzelte Jungpflanze ab und setzen Sie sie direkt in einen eigenen Topf mit Anzuchterde. Halten Sie die Erde die ersten Wochen konstant leicht feucht.
Ist der Schiefteller giftig für Katzen?
Nein, die Episcia gehört zur Familie der Gesneriengewächse und gilt als ungiftig für Katzen, Hunde und Menschen. Sie ist daher eine ausgezeichnete Wahl für tierfreundliche Haushalte, die farbenfrohe Blattschmuckpflanzen suchen.
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