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Strom sparen im Urlaub: So senken Sie Ihre Energiekosten

Mit diesen einfachen Urlaubsvorbereitungen reduzieren Sie den Stromverbrauch zu Hause und schonen Ihre Urlaubskasse.

Die schönste Zeit des Jahres steht bevor: der Urlaub. Koffer packen, Reiseroute planen, Vorfreude genießen. Doch während Sie entspannen, laufen zu Hause viele Geräte weiter und verbrauchen unnötig Strom. Mit einer gezielten Urlaubsvorbereitung senken Sie Ihre Energiekosten spürbar. So bleibt nach der Reise mehr Geld für die nächste übrig. Sie müssen nur wissen, wo Sie ansetzen.

Die unsichtbaren Stromfresser: Stand-by-Modus entlarven

Viele Elektrogeräte schalten sich nie wirklich aus. Sie lauern im Stand-by-Modus und warten auf ein Signal der Fernbedienung. Dieser Komfort kostet Geld. Fernseher, Spielekonsolen, Computer, Drucker und Hi-Fi-Anlagen ziehen kontinuierlich Strom, auch wenn Sie tausende Kilometer entfernt sind. Zusammen summieren sich diese kleinen Verbraucher zu einem erheblichen Posten auf der Jahresabrechnung.

Die Radikalkur: Stecker ziehen

Die effektivste Methode ist die einfachste: Ziehen Sie den Stecker. Gehen Sie vor der Abreise durch jeden Raum und trennen Sie alle Geräte vom Netz, die Sie während Ihrer Abwesenheit nicht benötigen. Das betrifft Unterhaltungselektronik, Küchenhelfer wie Kaffeemaschine und Mikrowelle sowie alle Ladegeräte. Eine schaltbare Steckdosenleiste vereinfacht diesen Vorgang erheblich. Ein Klick, und eine ganze Gerätegruppe ist stromlos.

Manche Verbraucher sind schwer zu identifizieren. Ein digitaler Energiekostenmesser wie der

hilft Ihnen dabei, die größten Stromfresser im Haushalt zu finden. Schalten Sie das Messgerät einfach zwischen Steckdose und Gerät, um den genauen Verbrauch im Stand-by-Modus zu ermitteln. So wissen Sie schon vor dem Urlaub, welche Geräte Sie unbedingt vom Netz trennen sollten.

Rund acht Prozent des Stromverbrauchs eines Haushalts gehen auf das Konto von Stand-by- und Scheinaus-Verlusten. Das kann je nach Ausstattung des Haushalts bis zu 115 Euro im Jahr ausmachen.

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

WLAN-Router und Telefon

Auch der WLAN-Router ist ein Dauerläufer. Wenn Sie keine Smart-Home-Anwendungen nutzen, die eine Internetverbindung benötigen, schalten Sie ihn aus. Das Gleiche gilt für die Basisstation Ihres Festnetztelefons. Jedes Watt, das Sie sparen, zählt.

Küche und Co.: Kühlgeräte richtig vorbereiten

Kühlschrank und Gefriertruhe sind die größten Dauerverbraucher im Haushalt. Hier liegt enormes Sparpotenzial, das von der Dauer Ihrer Reise abhängt.

Der Kühlschrank: Abtauen oder laufen lassen?

Bei einer Abwesenheit von über drei Wochen lohnt es sich, den Kühlschrank komplett zu leeren. Verbrauchen Sie alle verderblichen Lebensmittel oder verschenken Sie diese an Nachbarn. Tauen Sie das Gerät anschließend ab, reinigen Sie es gründlich und lassen Sie die Tür einen Spalt offen. Ein Geschirrtuch zwischen Tür und Gehäuse verhindert, dass sie zufällt, und beugt Schimmelbildung vor.

Bei kürzeren Reisen ist das vollständige Abschalten oft unpraktikabel. Stellen Sie die Temperatur in diesem Fall auf die wärmste empfohlene Stufe (meist um 7 °C). Ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein leerer, da die gekühlten Lebensmittel die Kälte speichern. Füllen Sie leere Fächer einfach mit Wasserflaschen auf.

Profi-Tipp

Legen Sie eine Münze auf einen kleinen, mit Wasser gefüllten und gefrorenen Becher in Ihrem Gefrierfach. Ist die Münze nach Ihrer Rückkehr auf den Boden des Bechers gesunken, wissen Sie, dass der Strom zwischenzeitlich ausgefallen war und Ihr Gefriergut aufgetaut sein könnte. So vermeiden Sie den Verzehr verdorbener Lebensmittel.

Gefrierschrank und Gefriertruhe

Ein gut gefüllter Gefrierschrank sollte in der Regel weiterlaufen. Die Energie, die zum erneuten Herunterkühlen des gesamten Inhalts benötigt wird, wäre höher als die Ersparnis durch das Abschalten. Überprüfen Sie vor dem Urlaub die Dichtungen und stellen Sie sicher, dass die Tür fest schließt. Vermeiden Sie es, die Tür kurz vor der Abreise noch oft zu öffnen.

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Heizung und Warmwasser: Die größten Posten im Griff

Selbst im Sommer verbrauchen Heizungsanlagen und Warmwassersysteme Energie. Hier können Sie mit wenigen Handgriffen viel Geld sparen.

Die Heizungsanlage in den Urlaubsmodus versetzen

Moderne Heizungen verfügen über einen Sommer- oder Urlaubsmodus. Aktivieren Sie diesen. Die Anlage stellt dann die Heizkörper ab und heizt nur noch das Brauchwasser nach Bedarf. Bei älteren Modellen drehen Sie die Thermostate an allen Heizkörpern auf die niedrigste Stufe (oft das Schneeflocken-Symbol für Frostschutz). Schalten Sie auch die Umwälzpumpe aus, falls dies bei Ihrem Modell möglich ist.

Wer seine Heizung in den Urlaubsmodus schaltet oder um einige Grad herunterdreht, kann pro Tag Abwesenheit bis zu einem Euro sparen.

co2online gGmbH

Warmwasserboiler und Durchlauferhitzer

Elektrische Boiler und Durchlauferhitzer sind wahre Energiefresser. Ein Boiler hält ständig eine große Menge Wasser auf Temperatur, auch wenn niemand da ist, um es zu nutzen. Schalten Sie diese Geräte vor der Abreise komplett aus. Meist genügt es, die Sicherung im Sicherungskasten umzulegen oder den Stecker zu ziehen. So stoppen Sie den unnötigen Verbrauch im gesamten Sanitär- und Bewässerungsbereich Ihres Hauses.

Wichtiger Hinweis

Wenn Ihr Warmwasserspeicher länger als eine Woche ausgeschaltet war, können sich Legionellen im stehenden Wasser vermehren. Erhitzen Sie das Wasser nach Ihrer Rückkehr einmalig auf über 60 °C und lassen Sie alle Wasserhähne für einige Minuten laufen, um die Leitungen gründlich durchzuspülen. Lüften Sie dabei gut.

Licht und Sicherheit: Intelligente Lösungen für Ihre Abwesenheit

Ein belebt wirkendes Haus schreckt potenzielle Einbrecher ab. Das muss jedoch nicht im Widerspruch zum Energiesparen stehen.

Zeitschaltuhren statt Dauerlicht

Verzichten Sie darauf, Lichter während Ihrer gesamten Abwesenheit brennen zu lassen. Nutzen Sie stattdessen Zeitschaltuhren, um einzelne Lampen zu unterschiedlichen Zeiten für kurze Dauer einzuschalten. So simulieren Sie eine realistische Anwesenheit. Verwenden Sie dafür ausschließlich energiesparende LED-Leuchtmittel. Eine einzige alte 60-Watt-Glühbirne verbraucht in zwei Wochen Urlaub so viel Strom wie eine LED-Lampe in drei Monaten.

Smarte Helfer für mehr Kontrolle

Mit smarten Steckdosen und Leuchtmitteln steuern Sie Ihre Beleuchtung sogar aus der Ferne per App. So können Sie flexibel auf die Gegebenheiten reagieren und die Beleuchtung noch authentischer wirken lassen, ohne permanent Strom zu verbrauchen.

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Der Außenbereich: Garten und Balkon urlaubsfit machen

Auch im Garten und auf dem Balkon gibt es Stromverbraucher, die Sie für die Urlaubszeit optimieren können.

Bewässerungssysteme und Pumpen

Überprüfen Sie die Programmierung Ihrer automatischen Bewässerungsanlage. Passen Sie die Laufzeiten an die Wettervorhersage an. Ein Regensensor verhindert, dass die Anlage trotz Niederschlags läuft. Kontrollieren Sie alle Schläuche auf undichte Stellen. Teich- oder Poolpumpen müssen oft weiterlaufen, doch häufig lässt sich die tägliche Betriebsdauer reduzieren, ohne die Wasserqualität zu gefährden.

Schutz für Geräte im Freien

Elektrische Gartengeräte, Außensteckdosen und Beleuchtung sollten vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Trennen Sie alles vom Strom, was nicht unbedingt laufen muss. Decken Sie empfindliche Geräte wie Rasenmähroboter-Ladestationen oder Grills mit einer robusten Plane ab. Eine widerstandsfähige Abdeckung für Gartenmöbel und Geräte wie die

oder die größere Variante schützt vor Regen und UV-Strahlung und verlängert die Lebensdauer Ihrer Ausrüstung.

Zusätzlicher Rat

Bitten Sie einen vertrauenswürdigen Nachbarn, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen, den Briefkasten zu leeren und die Rollläden zu bewegen. Das ist die beste Anwesenheitssimulation und gibt Ihnen zusätzliche Sicherheit. Hinterlassen Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Aufgaben und Notfallnummern.

Fazit: Entspannt in den Urlaub, entspannt zur Stromrechnung

Strom sparen im Urlaub erfordert keine großen Anstrengungen, sondern nur eine gute Vorbereitung. Mit einem systematischen Rundgang durch Haus und Garten identifizieren und eliminieren Sie unnötige Stromfresser. Das Trennen von Stand-by-Geräten, die richtige Einstellung von Kühl- und Heizsystemen und der Schutz von Outdoor-Elektronik machen den größten Unterschied. So kehren Sie nicht nur erholt, sondern auch mit dem guten Gefühl zurück, Ihre Energiekosten aktiv gesenkt zu haben.

Soll ich den WLAN-Router ausschalten?
Ja, unbedingt. Sofern Sie keine Smart-Home-Geräte betreiben, die eine ständige Internetverbindung für ihre Funktion benötigen (z.B. Sicherheitskameras), ist der Router ein reiner Stand-by-Verbraucher. Das Abschalten spart Strom und erhöht zudem die Sicherheit Ihres Netzwerks.
Was ist mit dem Kühlschrank bei einer kurzen Reise von nur wenigen Tagen?
Bei einer Reise von weniger als einer Woche lohnt sich das komplette Abtauen meist nicht. Stellen Sie die Temperatur einfach auf die höchste Stufe (ca. 7°C). Der Aufwand des Ausräumens und Reinigens steht in keinem Verhältnis zur geringen Ersparnis bei so kurzer Zeit.
Ist es sicher, alle Geräte vom Netz zu nehmen?
Für die allermeisten Geräte ist das Trennen vom Stromnetz völlig unbedenklich und schützt sie sogar vor möglichen Schäden durch Blitzeinschlag oder Überspannung. Ausnahmen sind medizinische Geräte oder Alarmanlagen mit Notstromversorgung. Bei diesen sollten Sie die Herstellerangaben beachten.
Wie viel Geld kann ich wirklich sparen?
Die genaue Ersparnis hängt stark von der Ausstattung Ihres Haushalts und der Dauer Ihrer Abwesenheit ab. Bei einem typischen Haushalt können Sie für einen dreiwöchigen Urlaub schnell 20 bis 50 Euro sparen, indem Sie konsequent Stand-by-Verbraucher abschalten und Heizung sowie Warmwasser herunterregeln.
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