Kurz erklärt: Eine Zisterne oder ein unterirdischer Erdtank sammelt Regenwasser vom Dach und stellt es für Beete, Rasen und Bäume bereit. Dafür leiten Sie das Fallrohr über einen Regensammler in den Tank, filtern grobe Verschmutzungen und fördern das Wasser mit einer Pumpe. So senken Sie Trinkwasserverbrauch und Bewässerungskosten im Garten.
Eine Zisterne oder ein unterirdischer Erdtank sammelt Regenwasser vom Dach und stellt es für Beete, Rasen und Bäume bereit. Dafür leiten Sie das Fallrohr über einen Regensammler in den Tank, filtern grobe Verschmutzungen und fördern das Wasser mit einer Pumpe. So senken Sie Trinkwasserverbrauch und Bewässerungskosten im Garten.
Regenwasser fällt kostenlos vom Himmel, doch ohne Speicher läuft es vom Dach in die Kanalisation oder versickert ungenutzt. Mit einem Erdtank im Garten machen Sie aus Niederschlag einen verlässlichen Vorrat für trockene Wochen. Das schont Trinkwasserreserven und hält Ihre Pflanzen auch dann vital, wenn der Gartenschlauch am Trinkwasseranschluss besser trocken bleibt.
Die passende Lösung besteht aus mehreren Bauteilen: Dachfläche, Dachrinne, Fallrohr, Filter, Speicher, Überlauf und Entnahme. Jede Komponente beeinflusst die Wasserqualität und die Betriebssicherheit. Wer eine Zisterne einbauen möchte, sollte deshalb zuerst den Bedarf, den Standort und die Bodenverhältnisse klären.
Wie funktioniert Regenwassernutzung im Garten?
Die Regenwassernutzung beginnt auf dem Dach. Regen trifft auf die Dachfläche, läuft in die Dachrinne und gelangt über das Fallrohr in einen Filter oder Regensammler. Grobe Blätter, Moos und Zweige bleiben draußen. Das vorgereinigte Wasser fließt anschließend in den unterirdischen Tank.
Vom Dach in den Erdtank
Ein Regensammler sitzt am Fallrohr und führt einen Teil des Wassers seitlich in die Zisterne. Sobald der Tank gefüllt ist, nimmt der Überlauf überschüssiges Wasser auf. Dadurch läuft das Wasser kontrolliert in eine Versickerung, einen Entwässerungsgraben oder einen anderen dafür vorgesehenen Ablauf.
Bei einem 110-mm-Fallrohr können Sie beispielsweise den in Graphit oder die braune Variante einsetzen. Wählen Sie die Farbe passend zur Fassade und achten Sie vor dem Einbau auf Rohrdurchmesser, Einbauhöhe und die Fließrichtung.
- Dachfläche: Sie bestimmt, wie viel Regenwasser grundsätzlich verfügbar ist.
- Fallrohr: Es transportiert das Wasser vom Dach zum Speicher.
- Regensammler: Er trennt einen Teil des Wassers vom Fallrohr ab und hält grobe Verschmutzungen zurück.
- Speicher: Der Tank gleicht regenreiche und trockene Zeiträume aus.
- Entnahme: Eine Pumpe oder eine Zapfstelle bringt das Wasser zu Beeten, Rasen und Bäumen.
Montieren Sie den Zulauf möglichst ruhig und unterhalb des Wasserspiegels. Ein beruhigter Zulauf wirbelt das Sediment am Boden weniger auf. Das Wasser bleibt klarer, und die Pumpe nimmt weniger Schmutz auf.
Profi-Tipp
Reinigen Sie Dachrinne und Fallrohr vor der ersten Nutzung gründlich. Installieren Sie den Filter so, dass Sie ihn ohne Werkzeug erreichen. Ein gut zugänglicher Vorfilter spart später viel Zeit und verhindert, dass Laub den Zulauf blockiert.
Welche Wasserqualität braucht der Garten?
Für die Gartenbewässerung benötigen Sie keine Trinkwasserqualität. Pflanzen vertragen Regenwasser in der Regel gut, weil es wenig Kalk enthält. Trotzdem hängt die Qualität von der Dachfläche ab. Auf einem begrünten Dach, einem alten Bitumendach oder einer stark verschmutzten Dachfläche können mehr organische Stoffe und Partikel in den Speicher gelangen.
Verzinkte Dachrinnen sowie Kupfer- oder Zinkdächer können Metallionen an das Wasser abgeben. Bei empfindlichen Nutzpflanzen prüfen Sie deshalb, ob das Dachmaterial zur Bewässerung passt. Gießen Sie Gemüse bevorzugt bodennah und vermeiden Sie Spritzwasser auf essbaren Blättern, vor allem kurz vor der Ernte.
Ein Filter verbessert die Wasserqualität, ersetzt aber keine Trinkwasseraufbereitung. Das Wasser aus dem Erdtank gehört nicht in Küche, Bad oder Trinkflasche. Für zusätzliche Filterlösungen und technische Anwendungen finden Sie passende Produkte in der Kategorie Wasserfilter.
Woran erkennen Sie den passenden Erdtank für Ihren Garten?
Die Begriffe Erdtank und Zisterne überschneiden sich. Ein Erdtank ist ein Behälter, der unter der Geländeoberfläche eingebaut wird. Zisterne bezeichnet den Regenwasserspeicher allgemein. Im privaten Garten meinen beide Begriffe meist einen unterirdischen Tank mit Filter, Überlauf und Entnahme.
Unterirdische Speicher nutzen die Fläche effizient. Nach dem Einbau bleibt nur der Deckel sichtbar. Das schützt das Wasser vor Licht und starken Temperaturschwankungen. Eine oberirdische Regentonne lässt sich einfacher aufstellen, bietet aber deutlich weniger Volumen und erwärmt sich im Sommer schneller.
| Merkmal | Erdtank | Oberirdischer Speicher |
|---|---|---|
| Volumen | Meist mehrere tausend Liter | Oft einige hundert Liter |
| Platzbedarf | Unter der Rasenfläche oder einem befahrbaren Bereich | Neben Fallrohr, Hauswand oder Schuppen |
| Wassertemperatur | Relativ konstant und kühl | Stärker von der Außentemperatur abhängig |
| Montage | Erdarbeiten und sorgfältige Verfüllung erforderlich | Mit wenig Bauaufwand möglich |
| Entnahme | Gut für Pumpe, Schlauch und Bewässerungssystem | Geeignet für Gießkanne oder kleine Pumpe |
Für größere Gärten und eine regelmäßige Bewässerung ist ein unterirdischer Speicher meist die dauerhaft bessere Lösung. Der ist als 5.000-Liter-Erdtank für die Speicherung von Wasser und Regenwasser ausgelegt. Prüfen Sie vor der Auswahl, ob das Behältervolumen, die Einbautiefe und die zulässige Überdeckung zu Ihrem Grundstück passen.
Auch der Abstand zum Haus zählt. Ein kurzer Leitungsweg senkt den Montageaufwand. Gleichzeitig brauchen Sie rund um Deckel, Filter und Pumpe genug Platz für Kontrollen und Reparaturen.
„Regenwasser ist für die Gartenbewässerung eine sinnvolle Alternative zu Trinkwasser, wenn Speicherung und Nutzung hygienisch getrennt bleiben.“
Wie groß sollte ein Erdtank für den Garten sein?
Die richtige Tankgröße ergibt sich aus Angebot und Bedarf. Ein zu kleiner Speicher läuft nach einem kräftigen Sommerregen schnell über. Ein überdimensionierter Tank kostet mehr, benötigt größere Erdarbeiten und bleibt bei wenig Niederschlag lange ungenutzt.
Als einfache Näherung verwenden Sie diese Rechnung: Wasserertrag = Dachfläche × Niederschlag × Abflussbeiwert. Bei 100 Quadratmetern Dachfläche, 700 Millimetern Jahresniederschlag und einem Abflussbeiwert von 0,8 entstehen theoretisch rund 56.000 Liter im Jahr. Filterverluste, Verdunstung und Überläufe reduzieren die tatsächlich nutzbare Menge.
Wie viel Wasser braucht der Garten?
Schätzen Sie den Bedarf nicht nur nach der Gesamtfläche. Ein dichter Rasen braucht in trockenen Phasen deutlich mehr Wasser als ein Beet mit trockenheitsverträglichen Stauden. Auch Sandboden verliert Wasser schneller als humoser Lehmboden.
- Gemüsebeete: Rechnen Sie in heißen, trockenen Wochen mit regelmäßigem Gießen im Wurzelbereich. Jungpflanzen und flach wurzelnde Kulturen brauchen häufiger Wasser.
- Rasen: Bewässern Sie seltener, dafür durchdringend. Kurzes tägliches Sprengen fördert flache Wurzeln.
- Sträucher und Stauden: Etablierte Pflanzen kommen oft mit längeren Abständen aus. Neupflanzungen brauchen im ersten Jahr mehr Aufmerksamkeit.
- Bäume: Ein langsam gefüllter Gießring bringt das Wasser gezielt an die Wurzeln.
- Gewächshaus und Kübel: Diese Flächen trocknen schnell aus und erhöhen den Bedarf deutlich.
Notieren Sie für einige Wochen, wie viele Gießkannen oder Schlauchminuten Sie tatsächlich verbrauchen. Diese Werte sind aussagekräftiger als pauschale Größenangaben. Planen Sie zusätzlich eine Reserve für zwei bis drei trockene Wochen ein, wenn Ihr Garten viele Gemüsebeete oder frisch gepflanzte Gehölze enthält.
Wie viel Regenwasser kommt auf dem Dach an?
Für den Ertrag zählt die wirksame Dachfläche, nicht die Grundfläche des Hauses allein. Mehrere Dachflächen können über gemeinsame Fallrohre angeschlossen werden. Prüfen Sie, ob das Wasser bereits in eine Versickerung oder einen bestehenden Ablauf geführt wird.
Ein Beispiel: Eine wirksame Dachfläche von 120 Quadratmetern und 650 Millimeter Jahresniederschlag liefern bei einem Abflussbeiwert von 0,8 rund 62.400 Liter Rohwasser. Ein Tank mit 5.000 Litern kann davon regelmäßig einen Teil speichern. Er muss nicht den gesamten Jahresertrag aufnehmen, sondern die Zeit zwischen den Regenereignissen überbrücken.
Für die Dimensionierung zählen besonders die Niederschläge im Frühjahr und Sommer. Jahresmittel verschleiern lange Trockenzeiten. Eine lokale Regenstatistik, die Dachfläche und der geplante Verbrauch ergeben eine realistische Grundlage für die Auswahl.
Wo sollte die Zisterne liegen?
Wählen Sie einen Standort mit kurzen Leitungswegen und guter Zugänglichkeit. Unter einer Rasenfläche bleibt der Tank unsichtbar. Unter einer Einfahrt darf er nur liegen, wenn der Behälter, der Deckel und die Verfüllung für die geplante Belastung ausgelegt sind.
Halten Sie Abstand zu großen Bäumen. Wurzeln können Leitungen und Tankbereiche beeinträchtigen. Klären Sie außerdem den Verlauf von Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen. Bei hohem Grundwasserstand, bindigem Boden oder Hanglage benötigen Sie eine angepasste Planung.
Wichtiger Hinweis
Bevor Sie eine Zisterne einbauen, klären Sie örtliche Vorgaben, mögliche Anzeige- oder Genehmigungspflichten und die Einbindestelle des Überlaufs. Regenwasser- und Trinkwasserleitungen müssen dauerhaft getrennt bleiben. Lassen Sie elektrische Anschlüsse und eine mögliche Verbindung zu Hausinstallationen von Fachbetrieben prüfen.
Wie lässt sich eine Zisterne richtig einbauen?
Ein sauberer Einbau entscheidet über die Lebensdauer des Speichers. Der Tank muss auf einer tragfähigen, ebenen Fläche liegen. Leitungen dürfen nicht unter Spannung stehen, und der Deckel muss dauerhaft dicht sowie für Wartungsarbeiten erreichbar bleiben.
Einbau in acht Schritten
- Standort prüfen: Messen Sie Fallrohre, geplante Entnahmestelle, Zufahrt und verfügbare Einbautiefe. Markieren Sie Leitungen und halten Sie Sicherheitsabstände ein.
- Baugrube ausheben: Berücksichtigen Sie Tankmaß, Arbeitsraum, Bodenplatte und erforderliche Überdeckung. Sichern Sie die Baugrube passend zur Bodenart.
- Untergrund vorbereiten: Entfernen Sie spitze Steine und verdichten Sie den Untergrund. Je nach Tank und Boden kommt eine Sand- oder Betonbettung infrage.
- Tank einsetzen: Setzen Sie den Behälter waagerecht ein und kontrollieren Sie ihn auf sichtbare Schäden. Bei Grundwasser kann eine zusätzliche Sicherung gegen Auftrieb erforderlich sein.
- Zulauf und Ablauf anschließen: Verlegen Sie die Rohre mit gleichmäßigem Gefälle. Dichten Sie alle Durchführungen nach Herstellervorgabe ab.
- Filter und Überlauf montieren: Platzieren Sie den Filter vor dem Tank oder im Zulaufschacht. Führen Sie den Überlauf zu einer geeigneten Versickerung oder Entwässerung.
- Entnahme installieren: Montieren Sie Saug- oder Druckleitung, Pumpe, Rückschlagventil und Absperrung. Führen Sie Stromleitungen geschützt und frostfrei.
- Baugrube verfüllen: Füllen Sie lagenweise mit geeignetem Material auf und verdichten Sie vorsichtig. Vermeiden Sie einseitigen Druck auf die Tankwand und setzen Sie den Deckel erst nach der Endkontrolle ein.
Füllen Sie den Speicher während der Montage teilweise mit Wasser, wenn es die Einbauanleitung vorsieht. Das stabilisiert den Behälter beim Verfüllen. Verwenden Sie ausschließlich zugelassenes Füllmaterial und folgen Sie den Angaben des Tankherstellers zu Überdeckung und Belastung.
Welche Pumpe und Entnahme passt?
Eine Gießkanne lässt sich über eine Zapfstelle am Schacht füllen. Für einen Gartenschlauch, eine automatische Bewässerung oder mehrere Entnahmestellen brauchen Sie eine Pumpe mit ausreichendem Druck und Fördervolumen.
Eine schwimmende Entnahme nimmt das Wasser einige Zentimeter unter der Oberfläche auf. Dort ist es meist sauberer als direkt am Boden, wo sich feine Partikel absetzen. Der kombiniert einen Ballschwimmer mit Fußventil und hält die Ansaugung in der sauberen Wasserschicht.
Für eine komfortable Versorgung eignet sich eine Zisternen-Tauchdruckpumpe wie . Sie fördert bis zu 6.300 Liter pro Stunde und bringt das Wasser mit einer elektrischen Pumpensteuerung zur Entnahmestelle. Entscheidend sind die benötigte Förderhöhe, der Schlauchdurchmesser und der Druck, den Ihr Bewässerungssystem verlangt.
Platzieren Sie die Pumpe nicht direkt auf dem Tankboden. Nutzen Sie eine geeignete Aufhängung oder schwimmende Entnahme. So reduzieren Sie den Eintrag von Sedimenten und verlängern die Standzeit von Filter, Ventilen und Pumpe.
„Die Entnahme aus einer Zisterne sollte möglichst aus der klaren Wasserschicht erfolgen und die Sedimentzone am Boden schonen.“
Für den letzten Abschnitt zwischen Pumpe und Beet verwenden Sie einen passenden Schlauch. In der Kategorie Gartenschläuche finden Sie Lösungen für unterschiedliche Reichweiten und Anschlüsse. Kontrollieren Sie vor dem ersten Betrieb alle Kupplungen auf Dichtheit.
Wie nutzen Sie das Regenwasser besonders effizient?
Ein großer Speicher spart nur dann Wasser, wenn Sie die Bewässerung passend zu Boden und Pflanzen steuern. Gießen Sie nicht nach einem starren Kalender. Prüfen Sie die Feuchtigkeit in fünf bis zehn Zentimetern Tiefe und bewässern Sie nur, wenn die Erde dort trocken ist.
Die Kategorie Gartenbewässerung bietet passende Ergänzungen für Schläuche, Regner und Bewässerungssysteme. Für die Pflanzenauswahl, Bodenpflege und weitere Hilfsmittel lohnt sich außerdem ein Blick in das Garten- und Pflanzenzubehör.
Wann und wie sollten Sie gießen?
Der frühe Morgen ist ideal. Der Boden nimmt das Wasser auf, bevor die Mittagssonne die Oberfläche erwärmt. Am Abend sinkt die Verdunstung ebenfalls, doch dauerhaft nasse Blätter können bei empfindlichen Pflanzen Pilzkrankheiten fördern.
Gießen Sie langsam und direkt an den Wurzelbereich. Eine dicke Mulchschicht aus Laub, Rasenschnitt oder geeignetem Mulch reduziert die Verdunstung. Lockern Sie verdichtete Böden vorsichtig, damit das Wasser nicht oberflächlich abläuft.
- Bewässern Sie Beete mit Tropfschläuchen oder einem sanften Wasserstrahl.
- Geben Sie jungen Pflanzen häufiger kleine Mengen, bis sie ein tiefes Wurzelsystem entwickelt haben.
- Gießen Sie Bäume langsam in einem breiten Gießring statt direkt am Stamm.
- Bewässern Sie Rasen durchdringend und mit längeren Pausen.
- Stoppen Sie die Bewässerung bei angekündigtem Regen und kontrollieren Sie danach die Bodenfeuchte.
- Verteilen Sie Wasser auf mehrere Zonen, wenn Pumpe oder Tank nur begrenzten Druck liefern.
- Nutzen Sie eine Zeitschaltuhr oder einen Bodenfeuchtesensor, damit die Pumpe nicht unnötig läuft.
Wie sparen Sie im Garten zusätzlich Wasser?
Wasser sparen im Garten beginnt bei der Pflanzung. Gruppieren Sie Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf. Heimische Stauden, Kräuter und trockenheitsverträgliche Gehölze kommen nach der Anwachsphase oft mit weniger Zusatzwasser aus als durstige Saisonpflanzen.
Verbessern Sie sandige Böden mit Kompost und organischer Substanz. Humus speichert Feuchtigkeit und gibt sie langsam an die Wurzeln ab. Bei schweren Böden hilft eine lockere Struktur, damit Regenwasser tiefer eindringt und nicht auf der Oberfläche steht.
Nutzen Sie das Wasser aus der Zisterne zuerst für Beete, Kübel und frisch gepflanzte Gehölze. Eine große Rasenfläche kann in längeren Trockenzeiten vorübergehend weniger grün sein. Das spart Speicherwasser für Pflanzen, die auf regelmäßige Versorgung angewiesen sind.
Welche Entnahmestelle ist praktisch?
Planen Sie mindestens eine Zapfstelle in der Nähe der wichtigsten Beete. Ein zweiter Anschluss an der gegenüberliegenden Grundstücksseite verkürzt Wege und verhindert, dass der Schlauch quer über Terrassen oder Wege liegt. Bei längeren Strecken lohnt sich eine fest verlegte Druckleitung mit absperrbaren Abzweigungen.
Ein Anschluss im Schacht sollte gegen Verschmutzung und Frost geschützt sein. Für mobile Bewässerung im gesamten Grundstück finden Sie in der Kategorie Garten + Outdoor weitere passende Lösungen. Achten Sie auf kompatible Kupplungen und einen ausreichend großen Querschnitt.
Wie pflegen Sie Erdtank und Zisterne?
Regenwasserspeicher arbeiten mit wenig Aufwand, aber nicht wartungsfrei. Blätter verstopfen Filter, feine Sedimente setzen sich ab, und Dichtungen altern. Ein kurzer Kontrollgang verhindert, dass aus einer kleinen Störung ein leerer Tank oder eine beschädigte Pumpe entsteht.
Wartung nach Zeitplan
| Intervall | Kontrolle | Maßnahme |
|---|---|---|
| Nach starkem Regen | Fallrohr, Filter und Überlauf | Laub entfernen und freien Ablauf prüfen |
| Alle vier bis acht Wochen in der Saison | Wasserstand, Geruch und Pumpenlauf | Filter reinigen und Anschlüsse auf Dichtheit prüfen |
| Einmal jährlich | Tank, Deckel, Leitungen und Sediment | Revisionsöffnung kontrollieren und Ablagerungen bewerten |
| Bei Förderproblemen | Saugkorb, Fußventil, Pumpe und Schlauch | System abschalten, Ursache suchen und Bauteile reinigen |
Der Tank muss nicht nach jedem Sommer vollständig leer sein. Entfernen Sie Schlamm nicht vorschnell, denn eine dünne Sedimentschicht gehört zum normalen Betrieb. Wird sie deutlich dicker, steigt der Geruch oder sinkt die Pumpenleistung, lassen Sie den Behälter kontrolliert reinigen.
Was passiert im Winter?
Ein unterirdischer Erdtank bleibt meist frostgeschützt. Oberirdische Leitungen, Zapfstellen und Pumpenteile können trotzdem einfrieren. Entleeren Sie gefährdete Leitungsabschnitte und schließen Sie Außenhähne, bevor längere Frostperioden beginnen.
Schalten Sie die Pumpe nur bei ausreichendem Wasserstand ein. Trockenlauf beschädigt viele Pumpen. Wenn der Sommer sehr trocken war, kontrollieren Sie den Mindestwasserstand und nutzen Sie bei Bedarf ergänzend Trinkwasser für besonders empfindliche Neupflanzungen, statt die Pumpe leer laufen zu lassen.
Welche Fehler sollten Sie vermeiden?
- Zu kleiner Tank: Er läuft häufig über und liefert in Trockenphasen kein Wasser.
- Fehlender Überlauf: Überschüssiges Wasser kann sich am Haus stauen oder die Baugrube ausspülen.
- Schlechter Zugang: Ein nicht erreichbarer Filter wird selten gereinigt.
- Falscher Einbaugrund: Steine, unverdichteter Boden oder Grundwasser können den Behälter belasten.
- Offene Trinkwasserverbindung: Nichttrinkwasser darf nicht in das Trinkwassernetz zurückfließen.
- Zu hoher Pumpendruck: Empfindliche Tropfschläuche und Bewässerungsverteiler können beschädigt werden.
- Ungeeignete Dachfläche: Schadstoffe und Metallionen können die Wasserqualität beeinträchtigen.
Zusätzlicher Rat
Markieren Sie alle Leitungen und Zapfstellen dauerhaft mit einem Hinweis auf Regenwasser. So verwechselt niemand den Anschluss mit Trinkwasser. Bewahren Sie außerdem Einbauplan, Pumpendaten und Wartungsnotizen auf. Diese Unterlagen erleichtern spätere Reparaturen und Umbauten.
Eine gut geplante Zisterne verbindet Regenwassernutzung mit einer komfortablen Gartenbewässerung. Wählen Sie den Speicher nach Bedarf und Standort, führen Sie das Fallrohr über einen zugänglichen Filter zu und schützen Sie die Pumpe vor Sedimenten. Dann nutzen Sie Regenwasser zuverlässig für Beete, Rasen, Sträucher und Bäume und sparen im Garten Trinkwasser.
Häufige Fragen
- Wie groß muss eine Zisterne für einen Garten sein?
- Die passende Größe hängt von Dachfläche, Jahresniederschlag und Bewässerungsfläche ab. Für einen durchschnittlichen Garten reichen oft 3.000 bis 5.000 Liter, wenn Sie Beete, Sträucher und kleinere Rasenflächen versorgen. Berechnen Sie den Bedarf für trockene Wochen und planen Sie einen Überlauf für Starkregen ein.
- Was ist der Unterschied zwischen Erdtank und Zisterne?
- Ein Erdtank ist ein unterirdisch eingebauter Behälter. Zisterne bezeichnet allgemein einen Regenwasserspeicher und kann ebenfalls unterirdisch liegen. Im Garten meinen beide Begriffe meist dieselbe Lösung. Entscheidend sind Volumen, Material, Überdeckung, Filter, Revisionsöffnung, Bodenverhältnisse sowie die Art der Wasserentnahme.
- Kann ich Zisternenwasser für Gemüsebeete verwenden?
- Ja, für das Gießen im Wurzelbereich eignet sich gesammeltes Regenwasser in der Regel gut. Verwenden Sie saubere Dachflächen, halten Sie Filter und Tank instand und vermeiden Sie Wasser auf essbaren Blättern kurz vor der Ernte. Regenwasser aus belasteten oder metallischen Dachflächen prüfen Sie besonders sorgfältig.
- Brauche ich eine Pumpe für den Erdtank?
- Eine Pumpe ist sinnvoll, sobald Sie Wasser durch einen Gartenschlauch, einen Bewässerungscomputer oder mehrere Entnahmestellen fördern möchten. Für eine einzelne Gießkanne genügt eine Entnahme per Hand. Eine schwimmende Entnahme saugt Wasser knapp unter der Oberfläche an und hält Sedimente am Tankboden aus dem Pumpensystem fern.
- Wie oft muss ich eine Zisterne reinigen?
- Kontrollieren Sie Filter und Zulauf während der Gartensaison regelmäßig, besonders nach starken Niederschlägen. Reinigen Sie den Vorfilter nach Bedarf und prüfen Sie den Tank mindestens einmal jährlich. Entfernen Sie abgesetzten Schlamm erst, wenn die Schicht deutlich anwächst oder Gerüche und Förderprobleme auftreten.
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