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Kehrmaschine fit machen: Wartung für Frühling & Herbst

So bereiten Sie Ihr Gerät mit der richtigen Pflege auf jede Saison vor und sorgen für saubere Flächen rund um Haus und Hof.
Von der Westfalia Redaktion · Aktualisiert am 16.08.2026
Erstellt und geprüft von der Westfalia Redaktion.

Kurz erklärt: Machen Sie Ihre Kehrmaschine saisonfit, indem Sie sie gründlich reinigen, Verschleißteile wie Bürsten und Dichtlippen prüfen und bei Bedarf ersetzen. Kontrollieren Sie den Antrieb, die Räder und den Auffangbehälter. Eine regelmäßige Wartung vor dem Frühjahrsputz und dem Herbstlaub-Einsatz sichert die Leistung und verlängert die Lebensdauer des Geräts.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühling entlarven den Schmutz des Winters auf Wegen und Einfahrten. Im Herbst bedeckt eine dicke Laubschicht den Hof. In beiden Fällen ist eine Kehrmaschine Ihr stärkster Verbündeter im Kampf für saubere Flächen. Doch nur ein optimal gewartetes Gerät liefert die gewünschten Ergebnisse. Eine vernachlässigte Maschine schiebt den Schmutz nur vor sich her, statt ihn aufzunehmen.

Die gute Nachricht: Sie müssen kein Profi sein, um Ihre Kehrmaschine in Topform zu halten. Mit wenigen, gezielten Handgriffen vor jeder Saison stellen Sie sicher, dass Ihr Gerät zuverlässig arbeitet, wenn Sie es am dringendsten brauchen. Diese Anleitung führt Sie durch alle wichtigen Schritte – von den Verschleißteilen bis zur richtigen Lagerung.

Zusätzlicher Rat

Bevor Sie mit der Wartung beginnen, werfen Sie einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihrer Kehrmaschine. Dort finden Sie herstellerspezifische Angaben zu Wartungsintervallen, Ersatzteilen und den richtigen Schmiermitteln.

Die Basis jeder Wartung: Verschleißteile prüfen und ersetzen

Das Herzstück jeder Kehrmaschine sind ihre Bürsten und Dichtlippen. Diese Teile sind im ständigen Kontakt mit dem Boden und unterliegen dem größten Verschleiß. Sind sie abgenutzt, leidet die Kehrleistung massiv. Glücklicherweise ist der Austausch unkompliziert. Die wichtigsten Komponenten erhalten Sie oft in einem praktischen Set.

Für eine umfassende Erneuerung der wichtigsten Verschleißteile ist das Ersatzteilset für Kehrmaschine (

) die ideale Lösung. Es enthält zwei neue Tellerbürsten und die zentrale Dichtlippe. Mit diesem Set stellen Sie die Kehrleistung Ihres Geräts mit einem einzigen Handgriff wieder her und sind für die kommende Saison bestens gerüstet.

Bürsten: Das A und O für ein sauberes Ergebnis

Die rotierenden Teller- oder Walzenbürsten heben den Schmutz vom Boden an und befördern ihn in den Auffangbehälter. Sind die Borsten zu kurz oder verbogen, verlieren sie den Kontakt zum Untergrund. Das Ergebnis ist ein unsauberes Kehrbild, bei dem feiner Staub und kleine Partikel einfach liegen bleiben.

Prüfen Sie die Bürsten vor jedem saisonalen Einsatz. Achten Sie auf folgende Anzeichen für Verschleiß:

  • Verkürzte Borsten: Vergleichen Sie die Länge mit einer neuen Bürste oder den Angaben im Handbuch. Deutlich abgenutzte Borsten kehren nicht mehr effektiv.
  • Verformte oder verbogene Borsten: Besonders nach dem Kehren von nassem, schwerem Schmutz können sich Borsten dauerhaft verformen.
  • Lücken im Bürstenkranz: Fehlende Borstenbündel hinterlassen Streifen und reduzieren die Kehrbreite.
  • Ungleichmäßige Abnutzung: Dies kann auf eine falsche Einstellung des Anpressdrucks hindeuten.

Ein einfacher Trick zur Überprüfung: Stellen Sie die Kehrmaschine auf eine saubere, ebene Fläche. Schieben Sie ein Blatt Papier unter die Bürsten. Spüren Sie beim Herausziehen kaum Widerstand, sind die Borsten wahrscheinlich zu kurz und müssen ersetzt werden.

Klaus Berger, Westfalia Garten-Meister

Der Austausch ist meist schnell erledigt. Oft sind die Bürsten nur mit einer zentralen Schraube oder einem einfachen Klick-Mechanismus befestigt. Entfernen Sie die alte Bürste, reinigen Sie die Aufnahme und montieren Sie das neue Teil.

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Die Dichtlippe: Kleines Teil mit großer Wirkung

Die Gummilippe an der Vorder- oder Rückseite des Kehrwerks mag unscheinbar wirken, erfüllt aber eine entscheidende Funktion. Sie verhindert, dass feiner Staub aufgewirbelt wird, und sorgt dafür, dass auch kleinste Partikel sicher im Auffangbehälter landen. Eine spröde, rissige oder abgenutzte Dichtlippe schließt nicht mehr bündig mit dem Boden ab. Staub und feiner Sand werden unter der Maschine hindurchgeblasen, anstatt aufgesammelt zu werden.

Kontrollieren Sie die Dichtlippe auf Risse, Verhärtungen und Abnutzung an der Unterkante. Ist sie nicht mehr flexibel und intakt, tauschen Sie sie aus. Das bereits erwähnte Ersatzteilset () enthält diese wichtige Komponente bereits, sodass Sie alles Nötige zur Hand haben.

Wie Sie Ihre Kehrmaschine Schritt für Schritt für die Saison vorbereiten

Mit intakten Verschleißteilen haben Sie die wichtigste Grundlage geschaffen. Nun geht es an die allgemeine Wartung. Eine saubere und gut geschmierte Maschine läuft nicht nur besser, sondern auch länger. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit, um die folgenden Punkte abzuarbeiten.

Schritt 1: Gründliche Reinigung von Gehäuse und Auffangbehälter

Befreien Sie die Kehrmaschine von altem Laub, Staub und festgetrocknetem Schmutz der letzten Saison. Eine saubere Maschine erleichtert die Inspektion aller Bauteile und beugt Korrosion vor. Entfernen Sie groben Schmutz mit einer Handbürste. Hartnäckige Verkrustungen an der Unterseite und im Kehrwerk lassen sich gut mit einem Holz- oder Kunststoffspachtel abkratzen.

Leeren und reinigen Sie den Auffangbehälter gründlich. Feuchter Schmutz kann hier über den Winter zu Schimmelbildung führen. Kontrollieren Sie den Behälter bei dieser Gelegenheit auf Risse oder Beschädigungen. Ein sauberes Gerät ist die Visitenkarte für jeden, der Wert auf gepflegtes Garten + Outdoor Equipment legt.

Profi-Tipp

Verwenden Sie Druckluft, um Staub und Schmutz aus schwer zugänglichen Ecken, Gelenken und dem Antriebsgehäuse zu blasen. Das ist besonders effektiv und schonender als ein harter Wasserstrahl, der Feuchtigkeit in Lager und Elektronik pressen kann.

Schritt 2: Antrieb und Mechanik unter der Lupe

Der Antrieb überträgt die Bewegung der Räder auf die Bürsten. Bei manuellen Kehrmaschinen geschieht dies oft über einen Riemen oder ein Getriebe. Überprüfen Sie den Riemen auf Risse und Spannung. Er sollte sich nicht mehr als einen Zentimeter durchdrücken lassen. Schmieren Sie alle beweglichen Gelenke, wie die der Höheneinstellung oder des klappbaren Schubbügels, mit ein paar Tropfen Multifunktionsöl. Das sorgt für Leichtgängigkeit und schützt vor Rost.

Ziehen Sie alle erreichbaren Schrauben und Muttern nach. Durch die Vibrationen während des Betriebs können sich diese mit der Zeit lockern. Ein kurzer Check mit dem Schraubenschlüssel verhindert unerwartete Defekte. Passende Werkzeuge und Schmiermittel finden Sie in unserer Kategorie Betriebsbedarf.

Schritt 3: Räder und Bereifung kontrollieren

Die Räder tragen nicht nur das Gewicht der Maschine, sie treiben bei vielen Modellen auch die Kehrwalzen an. Eine einwandfreie Funktion ist daher entscheidend. Kontrollieren Sie die Laufflächen auf Beschädigungen und starken Verschleiß. Entfernen Sie eingeklemmte Steinchen oder Zweige aus dem Profil.

Prüfen Sie, ob die Räder leicht und ohne zu schleifen drehen. Falls nicht, reinigen und schmieren Sie die Radachsen. Bei Modellen mit Luftbereifung kontrollieren Sie den Reifendruck und passen ihn gemäß den Herstellerangaben an. Sind die Räder stark abgenutzt oder beschädigt, sorgt ein Austausch für einen ruhigen Lauf und eine optimale Kraftübertragung. Als Ersatz bieten sich beispielsweise die robusten Ersatzräder für Kehrmaschinen (

) an.
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Spezialfall Benzin-Kehrmaschine: Was ist bei Motorwartung zu beachten?

Benzinbetriebene Kehrmaschinen wie die Benzin-Kehrmaschine "SW 60 P" (

) bieten maximale Leistung für große Flächen. Ihr Viertaktmotor erfordert jedoch eine spezifische Wartung, ähnlich wie bei einem Rasenmäher.

Wichtiger Hinweis

Führen Sie Arbeiten am Motor oder Kehrwerk nur bei ausgeschaltetem Motor und abgezogenem Zündkerzenstecker durch. So verhindern Sie ein unbeabsichtigtes Starten der Maschine und minimieren das Verletzungsrisiko.

Ölstand und Ölwechsel

Das Motoröl schmiert und kühlt den Motor. Kontrollieren Sie den Ölstand vor jedem Einsatz bei kaltem Motor auf einer ebenen Fläche. Ziehen Sie den Ölmessstab heraus, wischen Sie ihn sauber, stecken Sie ihn wieder vollständig hinein und ziehen Sie ihn erneut. Der Ölfilm sollte sich zwischen der Min- und Max-Markierung befinden. Füllen Sie bei Bedarf das vom Hersteller empfohlene Öl nach.

Einmal pro Jahr, idealerweise vor der ersten Nutzung im Frühling, sollten Sie einen kompletten Ölwechsel durchführen. Lassen Sie den Motor dafür kurz warmlaufen, damit das Öl dünnflüssiger wird. Stellen Sie den Motor ab, ziehen Sie den Zündkerzenstecker und lassen Sie das Altöl an der Ablassschraube in einen geeigneten Behälter ab. Füllen Sie anschließend frisches Öl ein.

Luftfilter und Zündkerze

Eine Kehrmaschine arbeitet in einer sehr staubigen Umgebung. Der Luftfilter schützt den Motor vor eingesaugten Schmutzpartikeln. Ein verschmutzter Filter reduziert die Motorleistung und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Klopfen Sie Papierfilter vorsichtig aus oder reinigen Sie sie mit Druckluft von innen nach außen. Schaumstofffilter können Sie in lauwarmem Seifenwasser auswaschen, trocknen lassen und anschließend mit etwas Motoröl benetzen. Bei starker Verschmutzung tauschen Sie den Filter aus.

Die Zündkerze ist für einen sauberen Start und eine effiziente Verbrennung verantwortlich. Schrauben Sie sie heraus und prüfen Sie die Elektroden auf Ablagerungen. Reinigen Sie diese mit einer Drahtbürste. Ist die Mittelelektrode stark abgerundet oder der Isolator beschädigt, ersetzen Sie die Zündkerze.

Spezialfall Akku-Kehrmaschine: Pflege von Akku und Ladekontakten

Moderne Geräte wie die Akku-Kehrmaschine TE-SW 18/610 (

) bieten kabellose Freiheit und leisen Betrieb. Ihre Langlebigkeit hängt entscheidend vom richtigen Umgang mit dem Akku ab.

Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt mehr. Wichtiger für eine lange Lebensdauer sind die richtige Lagertemperatur und das Vermeiden von Tiefentladung. Lagern Sie den Akku im Winter am besten bei etwa 40-60% Ladestand an einem kühlen, trockenen Ort.

Dr. Eva Schmidt, Westfalia Technik-Expertin

Halten Sie die Kontakte am Akku und am Gerät stets sauber und trocken. Wischen Sie sie bei Bedarf mit einem trockenen Tuch ab. Korrodierte oder verschmutzte Kontakte können zu Lade- und Leistungsproblemen führen. Laden Sie den Akku nur mit dem dafür vorgesehenen Ladegerät und schützen Sie ihn vor extremer Hitze, direkter Sonneneinstrahlung und Frost.

Lagerung zwischen den Einsätzen: So überwintert Ihre Kehrmaschine richtig

Nachdem das letzte Herbstlaub beseitigt ist, geht die Kehrmaschine in die Winterpause. Die richtige Einlagerung ist der letzte Schritt der saisonalen Wartung und sorgt für einen problemlosen Start im nächsten Frühjahr.

Führen Sie folgende Schritte für die Überwinterung durch:

  1. Grundreinigung: Reinigen Sie die Maschine ein letztes Mal gründlich, um Korrosion durch anhaftenden Schmutz und Feuchtigkeit zu verhindern.
  2. Benzinmotor vorbereiten: Lassen Sie den Vergaser leerlaufen, indem Sie den Motor laufen lassen, bis er von selbst ausgeht. Alternativ füllen Sie den Tank mit speziellem Alkylatbenzin oder geben einen Kraftstoffstabilisator hinzu. Normales Benzin kann über den Winter verharzen und den Vergaser verstopfen.
  3. Akku lagern: Entnehmen Sie den Akku bei Akku-Modellen und lagern Sie ihn wie oben beschrieben an einem frostfreien, trockenen Ort.
  4. Standort wählen: Stellen Sie die Kehrmaschine in einen trockenen, staubgeschützten Raum wie eine Garage oder einen Geräteschuppen.
  5. Abdecken: Schützen Sie das Gerät mit einer Plane oder Abdeckhaube vor Staub und Schmutz. So ist es im Frühjahr sofort wieder einsatzbereit.

Eine regelmäßige, saisonale Wartung Ihrer Kehrmaschine ist eine kleine Investition an Zeit, die sich vielfach auszahlt. Sie sichern sich nicht nur ein konstant sauberes Kehrergebnis, sondern verlängern auch die Lebensdauer Ihres Geräts erheblich und vermeiden teure Reparaturen. Mit den richtigen Handgriffen und Ersatzteilen ist Ihre Maschine jederzeit bereit für den Kampf gegen Schmutz, Staub und Laub.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Kehrmaschine warten?
Warten Sie Ihre Kehrmaschine mindestens zweimal jährlich: vor dem ersten Frühjahrseinsatz und bevor das Herbstlaub fällt. Eine kurze Reinigung nach jeder Nutzung verhindert zudem hartnäckige Verschmutzungen und verlängert die Lebensdauer der Bauteile. Prüfen Sie Bürsten und Räder regelmäßig auf Verschleiß.
Woran erkenne ich, dass die Kehrbürsten ausgetauscht werden müssen?
Tauschen Sie die Bürsten aus, wenn die Borsten stark abgenutzt, verbogen oder verkürzt sind und das Kehrergebnis nachlässt. Sichtbare Lücken im Bürstenkranz oder ungleichmäßige Abnutzung sind ebenfalls klare Anzeichen. Der Schmutz wird dann nicht mehr richtig aufgenommen, sondern nur noch verteilt.
Kann ich meine Kehrmaschine auch bei nassem Laub verwenden?
Ja, aber mit Einschränkungen. Nasses Laub ist schwer und klebrig, was die Bürsten und den Antrieb stark belastet. Es kann zu Verstopfungen führen. Arbeiten Sie langsam und leeren Sie den Behälter häufiger. Reinigen Sie die Maschine direkt nach dem Einsatz gründlich, um Korrosion und Schimmel zu vermeiden.
Welches Öl braucht meine Benzin-Kehrmaschine?
Verwenden Sie immer das vom Hersteller empfohlene Motoröl, meist ein 4-Takt-Motoröl wie SAE 30 oder 10W-30. Die genaue Spezifikation finden Sie im Handbuch Ihrer Kehrmaschine. Ein falsches Öl kann den Motor beschädigen und die Garantie erlöschen lassen.
Lohnt sich eine Akku-Kehrmaschine für meinen Garten?
Eine Akku-Kehrmaschine ist ideal für kleine bis mittelgroße, befestigte Flächen wie Terrassen, Gehwege und Einfahrten. Sie ist leise, abgasfrei und flexibel einsetzbar. Für sehr große Flächen oder unebenes Gelände könnte ein Benzinmodell die bessere Wahl sein.
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